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Im Tarifstreit zwischen der Ärztegewerkschaft Marburger Bund und den kommunalen Kliniken ist eine Einigung erzielt worden. Lohnerhöhungen von 2,9 Prozent sowie eine Einmalzahlung sind beschlossen worden. Nun meldet sich die Deutsche Krankenhausgesellschaft als Interessenvertretung der deutschen Krankenhäuser zu Wort und stellt die Frage nach der Finanzierung der neuen Abschlüsse. Nach Angabe des Präsidenten der DKG sind zwischen 10.000 und 20.000 Arbeitsplätze in Gefahr, wenn nicht eine Finanzspritze von einer halben Milliarden Euro bereitgestellt würde.

Kommentar: Die Vereinbarung der Tariflöhne für angestellte Ärzte in deutschen Krankenhäusern wird sich langfristig auch in der Höhe der Behandlungskosten niederschlagen und muss somit letztlich über die Fallpauschalen refinanziert werden. Nachdem die Ausgaben für Krankenhausbehandlungen in 2011 um 4,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen sind, bleibt zu erwarten, dass selbst bei einer Reduzierung von Verweildauern, etc. die Ausgaben in diesem Bereich weiterhin steigen werden. Eine Gefährdung von mind. 10.000 Arbeitsplätzen würde zudem das Problem eines errechneten Ärztemangels von mittlerweile 37.400 Ärzten – lt. DKI-Studie – weiter verschärfen.