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In der Automobilbranche ist das 3D-Drucken schon längst etabliert. Aktuell gibt es keine günstigere und schnellere Möglichkeit erste Prototypen und Designvorschläge auf ihre Funktionsfähigkeit und Optik hin zu überprüfen. Die 3D-Drucktechnologie steht jedoch erst am Anfang. Immer neue Materialien lassen sich verarbeiten, immer größer Objekte können gedruckt werden, die Druckauflösung steigt, die Geschwindigkeit nimmt zu und das alles bei einem sinkenden Preis.

Kommentar: 3D-Druck ist mittlerweile auch in der medizinisch-technischen Branche angekommen. Hier liegt jedoch nicht der Fokus auf der kostengünstigen Produktion von Prototypen, sondern in der Fertigung von maßgeschneiderten Produkten, die individuell in Form, Farbe und Material auf den jeweiligen Anwender zugeschnitten sind. Auch sieht die Branche die Möglichkeit Kosten für heute sehr aufwendige Sonderanpassungen zu sparen, da ohnehin jedes Teil ein Unikat ist. Auch die Nachfertigung von Sonderanfertigungen und das Erstellen von Ersatzteilen dürfte so deutlich vereinfacht werden. Wahrscheinlich werden zuerst Prothesenhersteller diese Form der Produktion in ihren Serienprodukten einsetzen. Womöglich werden in Zukunft Sanitätsfachhändler die benötigten Hilfsmittel direkt vor Ort ausdrucken, praktisch „to go“. Dass diese Technologie die Branche bewegt, zeigt sich auch auf der diesjährigen Medizintechnikmesse Medtec in Stuttgart, die ganz im Fokus des 3D-Drucks steht.

Nach der Unternehmensberatung FAQ Consulting sind 3D-Drucker bereits schon heute in der Zahntechnik verbreitet. Die dort zum Einsatz kommenden 3D-Drucker fertigen bis zu 450 individuell angefertigte und dementsprechend passgenaue Kronen am Tag. Ein weiterer wichtiger Anwendungszweig liegt ihrer Ansicht nach im Bereich der Körperersatzstücke. Besonders im Bereich der Passteile kann hier ein 3D-Druckverfahren seine Stärken voll und ganz ausspielen.

Eines zeigt diese Entwicklung jedoch deutlich. Auf dem Markt entsteht Bewegung und es bleibt abzuwarten, wer als erster von dieser neuen Technologie profitieren kann. Zumal die Rollen der Marktteilnehmer durch die Einführung des 3D-Drucks verschwimmen werden. So kann aus einem Leistungserbringer sehr schnell ein eigener Hersteller werden.

[ilink url=“http://www.faq-consulting.de/pdf/Newsletter-1-2014-MT.pdf“] Link zur Quelle (FAQ Consulting)[/ilink]