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Wie die DAK Gesundheit auf ihrer Internetseite berichtet, ist es ihr gelungen im Jahr 2013 1,6 Mio. Euro an zu unrecht ausgezahlten Mitteln zurückzuholen. Insgesamt gab es im letzten Jahr insgesamt 1.900 Hinweise auf Abrechnungsbetrug bei der DAK. D.h. es wurden gefälschte Rezepte eingereicht, Schein-Behandlungen abgerechnet und Rechnungen manipuliert um eine höhere Erstattung seitens der Kassen zu erzielen als dem jeweiligen Leistungserbringer zusteht. Bereits 930 Fälle wurden erfolgreich abgeschlossen und der Abrechnungsbetrug nachgewiesen.

Wie die DAK verlauten lässt, gibt es keinen Leistungsbereich, in dem kein Abrechnungsbetrug vorzufinden ist. Schwerpunkt der Ermittlungen des zehnköpfigen Teams lag dieses Jahr im Bereich der Heilmittel. Aus diesem Bereich kommen 36 Prozent der Hinweise auf Abrechnungsbetrug. Gefolgt von dem Bereich der Pflege (16%) und der Ärzte und Arzneimittel mit jeweils acht Prozent.

Die zurückgeholten Gelder verteilen sich auf die Abrechnungsbereiche wie folgt:

  • Arznei- und Verbandmittel (430.000 Euro)
  • Hilfsmittel (340.000 Euro)
  • Heilmittel (290.000 Euro)
  • Pflege (200.000 Euro)
  • Krankenhaus (133.000 Euro)
  •  Ärzte (115.000 Euro)
  • Zahnärzte (110.000 Euro)
  • Krankentransporte (23.000 Euro)

Dabei bemängelt die Krankenkasse, dass es immer schwieriger wird, bei überführten Betrügern das Geld zurückzuholen. Diese würden immer weniger juristische Auseinandersetzungen scheuen, was einen zeitnahen Ausgleich der finanziellen Schäden erschwert. Abrechnungsbetrug ist „kein Massenphänomen, aber jeder einzelne Fall schade dem Ansehen der einzelnen Bereiche“, so Volker zur Heide, Leiter der DAK-Ermittlungsgruppe.

Kommentar: Wie aus der Pressemitteilung der DAK zu entnehmen ist, scheint es im Bereich der Hilfsmittel besonders wenig Abrechnungsbetrug zu geben (<8% der Verdachtsfälle) bzw. hier wird er womöglich nicht so oft entdeckt. Es zeigt sich jedoch auch, dass trotz der geringen Fallzahl ein doch nicht unerheblicher Schaden durch Abrechnungsbetrug im Bereich der Hilfsmittel den Kassen entsteht. Dies zeigt sich daran, dass Hilfsmittel von der Höhe nach dies Jahr auf Platz zwei hinter Arznei- und Verbandmitteln landen. Im Jahr 2012 wurde mit Hilfsmitteln der größte finanzielle Schaden verursacht (#1).

Eines zeigt sich aber auch: Die Zahl der Betrugsfälle bei der DAK steigt jährlich immer weiter an. Fraglich ist nur, welche Gründe dies hat. Ist die Branche so angespannt, dass vielen Leistungserbringern nicht anderes übrig bleibt, oder hat die DAK ihre Methoden weiter professionalisiert und kommt somit immer mehr Abrechnungsbetrügern auf die Schliche?

[ilink url=“http://www.dak.de/dak/bundesweite_themen/Abrechnungsbetrug-1392566.html“] Link zur Quelle (DAK Gesundheit)[/ilink]