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Nach Angaben von IMS Health wurden in den ersten 6 Monaten dieses Jahres rund 76 Prozent des Umsatzes bei Versandapotheken mit Selbstmedikationsarzneimittel und 24 Prozent mit rezeptpflichtigen Arzneimitteln erzielt. Die Menge an verschreibungspflichtigen Medikamenten betrug dabei allerdings nur 6 Prozent der abgegebenen Packungen.

Der Umsatz in dem Segment der Selbstmedikationsarzneimittel setzt sich aus 58 Prozent OTC-Produkten, 5 Prozent medizinischer Sachbedarf, 10 Prozent Kosmetik & Körperpflege und 2 Prozent Ernährung zusammen.

Insgesamt betrug der Halbjahresumsatz im Versandhandel 680 Mio. Euro (3 Prozent des Gesamtmarktes) mit einem Plus von 5,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

In der Untersuchung hat IMS Health einen Zuwachs gegenüber dem ersten Halbjahr 2011 bei Kosmetik- und Körperpflegeprodukten ausgemacht (+ 14 Prozent). Mit einem Umsatz von 71 Mio. Euro hat dieses Segment mittlerweile einen Anteil von mehr als 10 Prozent am Gesamtumsatz von Versandapotheken. Deutlich zulegen konnten auch Tests sowie Heil- und Hilfsmittel mit rund 15 Prozent Mengenzuwachs.

Kommentar: Eine Erlaubnis für den Versandhandel haben in Deutschland mehrere Tausend Apotheken, die die Datenbasis für IMS Health darstellen. Betrachtet man die wenigen großen Apotheken, die den Hauptanteil am Versandgeschäft haben, ist deren Anteil mit verschreibungspflichtigen Arzneimitteln sicherlich höher.

Ein Erfolgsfaktor für Versandapotheken war und ist die Kundenbindung vor allem im Rezeptgeschäft mit verschreibungspflichtigen Arzneimitteln. Auf diesem Feld sind die großen  Versandapotheken weitaus erfolgreicher als die kleinen Versandapotheken. Die offene Frage ist, wie sich der Markt unter der neuen Gesetzgebung mit dem Verbot des Rezeptbonus entwickeln wird.

[ilink url=“http://www.imshealth.com/ims/Global/EMEA/Austria and Germany/Corporate/Press Releases/Medieninformationen pdf/PM-IMS-14082012.pdf“]Link zur Quelle (IMS Health)[/ilink]