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Mit der „Agenda Gesundheit: An morgen denken – heute handeln“ hat die AOK Baden-Württemberg ihre gesundheitspolitischen Forderungen an die neue Bundesregierung vorgestellt. Die „Agenda Gesundheit“ befasst sich dabei mit der zentralen Frage, wie das Gesundheitssystem heute gestaltet werden muss, um künftige Herausforderungen zu meistern.

Die Kasse spricht sich darin für eine bessere Qualitätssicherung, neue Regeln bei Selektivverträgen und das Ende der PKV aus. Als ein Beispiel für Qualität in der Versorgung nennt die AOK BW innovative und leitlinienorientierte Versorgungsformen wie etwa die Hausarzt- und Facharztverträge.

„Auf unserer Agenda steht das Stichwort ‚Qualität‘ ganz oben. Denn nur mit diesem Anspruch können wir überhaupt eine qualitativ hochwertige Versorgung sichern, die dazu auf einer soliden und nachhaltigen Finanzierung basiert“, so Dr. Christopher Hermann, Vorstandsvorsitzender der AOK Baden-Württemberg, anlässlich der Veröffentlichung.

Ferner sprach sich die Kasse für Vertrags- und Beitragssatzautonomie aus – derzeit gehe es im Kassenwettbewerb nicht um Qualität, sondern um die Verhinderung von Zusatzbeiträgen.

 

Kommentar: Die Forderung der AOK BW, die stationäre Versorgung in Deutschland durch mehr Selektivverträge umzugestalten, könnte tatsächlich zu einer Spezialisierung im Kliniksektor führen. Ob diese Forderung allerdings einzig dem Qualitätsgedanken geschuldet ist oder auch mit Blick auf die seit Jahren steigenden GKV-Ausgaben für Klinikbehandlungen (2011: rund 60 Mrd. Euro) gestellt wurde, bleibt offen. Es könnte jedenfalls auch im Interesse der Kasse liegen, über das Abschließen bestimmter Selektivverträge mit Kliniken eine bessere Kostenkontrolle zu erzielen.

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