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Eine Analyse des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) hat ergeben, dass die rund 70 Millionen Versicherten der gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland im vergangenen Jahr insgesamt 633 Millionen Arzneimittelpackungen von niedergelassenen Ärzten verordnet bekommen habenHierbei bilden Medikamente gegen Volkskrankheiten wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Magen-Darm-Erkrankungen oder Diabetes die größte Gruppe. Seit 2004 ist ein deutlicher Anstieg bei der Menge der verordneten Tagesdosen (26,1 Milliarden) zu erkennen. Dieser beträgt im Vergleich zu 2012 mit 37,9 Milliarden Tagesdosen ca. 45 Prozent.  

Helmut Schröder, stellvertretender Geschäftsführer des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO), fügte hinzu, dass der Arzneimittelverbrauch insbesondere bei älteren Menschen hoch sei und mit der Anzahl der Erkrankungen ansteige. Außerdem hätten Frauen einen um 20 Prozent höheren Verbrauch an Arzneimitteln als Männer. 

KommentarErstmals seit 2004, als die Ausgaben der GKV für Arzneimittel noch bei 21,1 Mrd. Euro lagen, kam es im Jahr 2011 zur einem erheblichen Ausgabenrückgang.  2011 betrugen die Ausgaben nur noch 29,1 Mrd. Euro. Dies waren 1,2 Mrd. Euro bzw. 3,7 Prozent weniger als 2010. Im vergangenen Jahr folgte erneut ein moderater Anstieg des nach den Leistungsbereichen „Krankenhausbehandlungen und „vertragsärztliche Versorgung“ drittgrößten Ausgabenblocks auf 29,4 Mrd. Euro. 

Im übrigen liegt der Ausgabenanstieg in der GKV für Hilfsmittel mit knapp 20 Prozent in den letzten fünf Jahren über dem der Arzneimittel. 

[ilink url=“http://www.wido.de/meldungakt+M50cc635d5f2.html“] Link zur Quelle (WIdo)[/ilink]