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Die Arzneimittelausgaben in Deutschland sind im vergangenen Jahr um 2,6 Prozent auf 30,6 Mrd. Euro gestiegen, das sind 16 Prozent der gesamten Ausgaben der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). Grund hierfür seien höhere Verordnungsmengen sowie die Verordnung von größeren und teureren Medikamentenpackungen. Die Preise für die Arzneimittel sind hingegen um 1,3 Prozent gesunken. Das geht aus dem Arzneiverordnungs-Report (AVR) 2013 hervor.

Es wurde ein Einsparpotenzial von 3,7 Mrd. Euro errechnet. Allein 2,5 Mrd. Euro hätten eingespart werden können, wenn auf teure sogenannte Analog-Präparate verzichtet worden wäre, die nur geringfügig anders wirken als frühere Mittel. Zwar würden, gemäß der Reform des Medikamentensektors AMNOG, immer mehr neue Mittel daraufhin überprüft, ob sie wirklich mehr helfen als ältere. So habe der dafür zuständige Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) bisher 48 neue Wirkstoffe bewertet, wodurch bereits Einsparungen von 120 Mrd. Euro bewirkt werden konnten. Dies reiche aber jedoch für das politisch gewollte Sparziel von 2 Mrd. Euro nicht aus, so die Herausgeber des Reports.

[ilink url=“http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/55829/Arzneiverordnungs-Report-Einsparpotenzial-von-3-7-Milliarden-Euro“] Link zur Quelle (aerzteblatt.de)[/ilink]