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Das Nachbarland Österreich ist in den nächsten Jahren von einem Ärztemangel bedroht. In Zahlen ausgedrückt sieht dies so aus: Derzeit praktizieren in ganz Österreich 1.563 Landärzte mit Gebietskrankenkassenvertrag in Gemeinden mit bis zu 3.000 Einwohnern, das sind etwa 40 Prozent aller Allgemeinmediziner. In den nächsten fünf Jahren gehen 26 Prozent, das sind etwa 400 Landärzte, in Pension. Weitere fünf Jahre später müssen sogar 56 Prozent (872) der Landarztpraxen neu besetzt werden.

Weil immer weniger Jungmediziner sich um Landarztstellen bewerben, will das Alpenland die Arbeitsbedingungen von Klinikärzten und Niedergelassenen verbessern. In diesem Zusammenhang hat die Österreichische Ärztekammer in Wien (ÖAK) unter anderem vorgeschlagen, gezielt um junge Ärzte in Deutschland zu werben, etwa mit Hilfe von Stipendien für Landärzte.

Einen Engpass gibt es allerdings auch an den Kliniken in Österreich. Viele Mediziner sind nicht voll zufrieden mit den bisherigen Arbeitsbedingungen und beklagen etwa eine durchschnittliche wöchentliche Arbeitszeit inklusive Nachtdiensten von bis zu 54 Stunden.

Kommentar: Auch eine andere Alpenrepublik setzt auf die Einwanderung aus dem Ausland, um die medizinische Versorgung an den Kliniken und in ländlichen Regionen ambulant sicherzustellen. So lockt der Schweizer Arbeitsmarkt angesichts des dortigen Ärztemangels zusehends Mediziner aus Deutschland ins Land. Die Schweiz ist aufgrund der hervorragenden Vergütung und den geschaffenen Rahmenbedingungen eine attraktive Alternative für deutsche Mediziner.  Etwa 1.000 Ärzte kommen jedes Jahr aus dem Ausland in die Schweiz – die meisten aus Deutschland. 

[ilink url=“http://www.aerztezeitung.de/politik_gesellschaft/gesundheitspolitik_international/article/842892/aerztemangel-austrias-kliniken-arztsuche.html“] Link zur Quelle (Ärztezeitung)[/ilink]