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Der Zahl der Patienten mit einer Hautkrebsdiagnose steigt rasant an. Dies geht aus dem aktuell veröffentlichten Arztreport 2014 der Barmer GEK und des AQUA-Instituts hervor. So stieg seit 2008 die Zahl der Patienten kontinuierlich auf ca. 1,56 Mio. Menschen, die im Jahr 2012 von bösartigen Neubildungen der Haut betroffen waren (1,9% der Gesamtbevölkerung). Jährlich erkranken über 200.000 Menschen neu an Hautkrebs.

Laut Report entwickelte sich bei 318.000 Patienten ein schwarzer Hautkrebs (malignen Melanom). Dies ist die gefährlichste Form des Hautkrebs mit der höchsten Sterblichkeitsrate. Die Zahl lag damit ca. 60 Prozent höher als im Jahr 2005. Der weniger gefährliche weiße Hautkrebs wurde im Untersuchungszeitraum bei rund 1,3 Mio. Menschen diagnostiziert. Dies entspricht einer Steigerungsrate von 79 Prozent. Unerklärlich auffällig häufig sind dabei Frauen im Alter von ca. 46 Jahren von Melanomen betroffen. Die Sterblichkeitsrate bei Hautkrebs sei nach dem Report sehr niedrig. Zwei Jahre nach der Diagnose verstarben lediglich 2,7 Prozent der Männer und 2,5 Prozent der Frauen.

Ein Grund für die Zunahme der Diagnosen sieht die Barmer GEK in dem zunehmend verbreiteten Hautkrebsscreening. Dadurch würden im Vergleich zu früher, eher und häufiger Melanome entdeckt werden. Nach Schätzungen erfolgten 2012 etwa 7,55 Mio. Hautkrebsscreenings. Da bei rund 50.000 Menschen Hautkrebs diagnostiziert wurde, die unter der Screeninggrenze von 35 Jahren lagen, fordert die Barmer GEK nun eine Abschaffung der Altersgrenze.

Kommentar: Neben der genauen Betrachtung der Fallzahlen bei Hautkrebspatienten untersuchte der Barmer GEK Arztreport 2014 auch allgemeine Strukturdaten der ambulantärztlichen Versorgung. So zeigt sich, dass im Jahr 2012 über 92 Prozent der Bundesbürger mindestens einmal Kontakt zu einem Arzt hatten. Lediglich knapp 8 Prozent suchten keinen Arzt auf. Die durchschnittliche Zahl der Behandlungsfälle ging leicht auf 8,21 pro Bundesbürger zurück und führte somit zu insgesamt 672 Mio. Behandlungsfällen. Dabei wurden durchschnittlich pro Kopf und Jahr 489 Euro an ambulanten Behandlungskosten verursacht.

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