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Einige Betriebskrankenkassen (BKK) sind aufgrund ihres Zusatzangebotes einer Auslandsreise-Krankenversicherung auf Kriegsfuß mit dem Bundesversicherungsamt (BVA). Bislang hatte das BVA es geduldet, wenn eine gesetzlichen Krankenkasse für den Abschluss einer Police mit einer Privaten kooperiert. Voraussetzung war hierbei, dass die Kassen die Wirtschaftlichkeit des Vorgehens nachweisen können.

Doch nun das Amt hält dieses Vorgehen für nicht mehr rechtmäßig und hat die Kassen aufgefordert, die Praxis bis zum Ende dieses Jahres einzustellen. Als Begründung fügen die Bonner an, dass es sich um eine unzulässige Mittelverwendung handele. Mehrere Kassen wollen nun gegen den Verpflichtungsbescheid des BVA vor den Sozialgerichten zu klagen.

Zum Hintergrund: Grundsätzlich haben gesetzlich Versicherte Krankenversicherungsschutz in der EU und allen Ländern, mit denen Deutschland ein Sozialversicherungsabkommen abgeschlossen hat. Aber weil auch dort in der Regel nicht alle Leistungen erfasst sind und zudem viele Ärzte oder Krankenhäuser die deutsche Krankenversichertenkarte nicht anerkennen, schließen Patienten eine Zusatzversicherung für das Ausland ab. Derzeit sollen rund 3,5 Millionen gesetzlich Versicherte über eine solche Zusatzversicherung verfügen.

[ilink url=“http://www.aerztezeitung.de/politik_gesellschaft/krankenkassen/article/821522/auslandsschutz-bkken-clinch-aufsicht.html“] Link zur Quelle (Ärzte Zeitung)[/ilink]