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Das internationale Beratungsunternehmen Bain & Company hat im Rahmen einer Langfristprognose das globale Wachstum des Gesundheitsmarktes als einen von acht strukturellen Trends identifiziert. Laut der Studie steigt das globale Bruttoinlandsprodukt (BIP) bis zum Jahr 2020 um 40 Prozent auf 90 Billionen Dollar.

Die Gesundheitsbranche bleibt in diesem Zusammenhang auch künftig ein Wachstumsmarkt und entwickelt sich der Studie zufolge dynamischer als das globale BIP. Entscheidende Faktoren hierfür sind der technische Fortschritt, die alternde Gesellschaft und der steigende Wohlstand in den Schwellenländern. Infolge der steigenden Nachfrage nach Therapien, Therapeutika und anderen Gesundheitsdienstleistungen werden die Umsätze im Gesundheitsmarkt bis 2020 um zwei Drittel auf insgesamt zehn Billionen Dollar steigen.

[ilink url=“http://www.kma-online.de/nachrichten/politik/id__26954___view.html“] Link zur Quelle (kma-online)[/ilink]

Kommentar: Der prosperierende Gesundheitsmarkt ist ein weltweiter Trend, zu dessen Wachstum die Schwellen- und Entwicklungsländer künftig die Hälfte beisteuern werden. In den Schwellenländern können Unternehmen von jährlich zweistelligen Zuwachsraten profitieren. Das dynamische Wachstum der Märkte in Asien, Afrika und Lateinamerika haben multinationale Unternehmen wie Fresenius, Siemens oder Nestlé bereits erkannt, mehren sich doch die Investitionsvorhaben in den Emerging Markets. Vor allem die BRIC-Staaten (Brasilien, Russland, Indien und China) stehen im Fokus von Medizintechnik-Herstellern und Nahrungsmittelproduzenten.

Zwar dürfte sich das Wachstum in den genannten Märkten dynamischer als in den Industriestaaten entwickeln, doch werden die westlichen Staaten aufgrund steigender Gesundheitsausgaben für eine alternde und an Zivilisationskrankheiten, wie bspw. Diabetes und Adipositas, leidende Bevölkerung weiterhin ein riesiges Potential bieten.

Vor dem Hintergrund des prognostizierten Wachstums, bleibt die Frage, welche Marktteilnehmer sich in Zukunft auf die Veränderungen im Gesundheitsmarkt, wie bspw. der steigenden Patientensouveränität oder der wachsenden Bedeutung des Privatzahlermarktes, am besten einstellen.