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Die größte deutsche Krankenkasse, die Barmer GEK (bundesweit 8,6 Mio. Versicherte), erwägt ab 2015 die Erhebung von Zusatzbeiträgen.

Heiner Beckmann, Chef der Barmer GEK Nordrhein-Westfalen (2,1 Mio. Versicherte) sagte gegenüber der Rheinischen Post, man werde 2013 und 2014 ohne Zusatzbeitrag auskommen, jedoch ziehe man dies für 2015 in Erwägung.

Als einen Grund für die Kostensteigerung nannte Beckmann die immer größer werdende Zahl von Operationen. „Allein von 2003 bis 2009 ist die Zahl der Hüft-Operationen bundesweit um 18 Prozent gestiegen, die Zahl der Knie-Operationen gar um 52 Prozent“, sagte er. Zum Teil liege das an der Alterung der Gesellschaft, zum Teil aber auch an falschen ökonomischen Anreizen.

Kommentar: Die Barmer GEK hat im Verhätnis zu ihren Versicherten wenig Überschuss erwirtschaftet – 2011 waren dies 340 Millionen Euro. Dies könnte an dem hohen Verwaltungskosten (dichtes Filialnetz) oder der intensiven Kundenbetreuung liegen. Die Kasse selbst argumentiert, dass sie überdurchschnitllich viele ältere Versicherte (über 30 Prozent Rentner) habe.

Der NRW-Chef der Barmer GEK sieht vor allem Einsparpotential bei den Krankenhäusern. In diesem Rahmen fällt auch der Rahmenplan für die NRW-Krankenhäuer. Hier sollen von den derzeitigen 124.000 Betten insgesamt 14.000 verschwinden.

[ilink url=“http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/53195/Barmer-GEK-erwaegt-2015-Zusatzbeitrag“] Link zur Quelle (Ärzteblatt)[/ilink]