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Das indische Patentamt zwingt den deutschen Pharmakonzern Bayer dazu, ein Patent an einen heimischen Generika-Hersteller weiterzugeben. Dabei handelt es sich um das Krebsmedikament Nexavar, welches künftig von Natcto produziert und günstiger angeboten werden soll. Den Preis für das Mittel legen die indischen Behörden fest.

Informationen der Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen (MSF) zufolge, soll eine Behandlung mit dem Medikament von derzeit etwa 5500 Dollar pro Monat auf 175 Dollar gesenkt werden. Im Gegenzug erhält Bayer von Natco eine geringe Lizenzabgabe auf den Umsatz.

Das Urteil stellt die erste erzwungene Patentabtretung in der Geschichte des Schwellenlandes dar. Bayer will gegen die Anordnung Einspruch einlegen.

 [ilink url=http://www.ftd.de/unternehmen/industrie/:nexavar-bayer-muss-indien-krebsmittel-schenken/70007604.html] Link zur Quelle (FTD)[/ilink]