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Gesundheitsförderung der Mitarbeiter ist in großen Unternehmen heute ein wichtiger Bestandteil der Mitarbeitergewinnung und zur Reduzierung der Personalfluktuation. Doch neben Sport- und Freizeitangeboten gehört auch die Kontrolle und Überwachung der Arbeitsplatzbelastungen zu den Aufgaben eines betrieblichen Gesundheitsmanagements. Kleine- und mittelständige Unternehmen (KMU) können jedoch oftmals nicht die dafür notwendigen Personal- und Finanzressourcen zur Verfügung stellen. Dies führt dazu, dass Sie im Wettbewerb um qualifizierte Mitarbeiter oftmals das Nachsehen haben.

Um diesem Dilemma zu begegnen hat das Institut für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin der Universitätsmedizin Mainz einen Leitfaden und eine Onlineplattform (www.gesundekmu.de) zu diesem Themenkomplex zur Verfügung gestellt. Ziel soll es sein, den kleinen und mittelständigen Unternehmen aufzuzeigen, dass sich betriebliches Gesundheitsmanagement lohnt, wo erste Handlungsbereiche bestehen und wie andere Unternehmen dies bereits umgesetzt haben. Ausgangslage des Leitfadens und der Onlineseite war, dass Studienergebnisse der institutseigenen Studie „Entwicklung eines ganzheitlichen Konzepts für Betriebliches Gesundheitsmanagement in KMU in Rheinland-Pfalz“ gezeigt hätten, dass es an Konzepten zur Implementierung eines betrieblichen Gesundheitsmanagements mangele.

Das Institut möchte, dass KMU die bedeutende Rolle des Faktors Gesundheit am Arbeitsplatz in unserer alternden Gesellschaft erkennen und in den Arbeitsalltag integrieren. Das betriebliches Gesundheitsmanagement sich schnell und kostengünstig realisieren lasse, würde an den Beispielen einer ergonomischen Gestaltung des Arbeitsplatzes und einem Rauchverbot besonders schnell deutlich.

Kommentar: Eine Umfrage der deutschen Industrie und Handelkammer (DIHK) Anfang des Jahres 2014 zeigte, dass rund 90 Prozent aller befragten Unternehmen bereits mindestens ein Angebot im Bereich der betrieblichen Gesundheitsförderung anbieten oder planen ein solches Angebot zeitnah den Mitarbeitern zur Verfügung zustellen. Dabei zeigt sich, dass Sportangebote das beliebteste Mittel der Unternehmen darstellen. 43 Prozent gaben an, sie würden ein solches Angebot ihren Mitarbeitern unterbreiten.

Aus dem Präventionsbericht 2013 des GKV-Spitzenverbandes und seinem Medizinischen Dienst (MDS) geht hervor, dass die Ausgaben für die betriebliche Gesundheitsförderung im letzten Jahr deutlich gestiegen sind. Die Kassen investierten hier rund 46 Mio. Euro. Etwa 8.000 Betriebe und rund 1,3 Mio. Arbeitnehmer wurden mit Maßnahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung unterstützt.

[ilink url=“http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/57782/Gesundheitsmanagement-in-kleineren-und-mittleren-Betrieben“] Link zur Quelle (Ärzteblatt)[/ilink]