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Der Wegfall der steuerlichen Begünstigung von betrieblichen Krankenzusatzversicherungen (bKV) hat für einen Großteil der Unternehmen keinen Einfluss auf die geplante Einführung einer betrieblichen Krankenversicherung.

Dies ist das Ergebnis einer Umfrage des Marktforschungsinstituts „Heute und Morgen“ aus Köln. Dazu wurden 300 Verantwortliche aus Betrieben mit unterschiedlichen Größenklassen befragt. Die Marktforscher wollten herausfinden, ob die seit Anfang 2014 abgeschaffte Möglichkeit die bKV-Prämie auf die Freigrenze für Sachzuwendungen in Höhe von 44 Euro anzurechnen, einen Einfluss auf die Einführung einer bKV hat.

Die Ergebnisse zeigten, dass einem Großteil der Unternehmen dieses Steuerprivileg gar nicht bewusst war. Auch ohne bKV-Prämie hätten viele Betriebe schon die Freigrenze in Höhe von 44 Euro pro Arbeitnehmer erreicht, sodass eine bKV-Prämie zu keiner Steuerersparnis geführt hätte. Auch ohne steuerliche Begünstigung könnten sich die Hälfte aller Befragten vorstellen, einen bKV abzuschließen, mit dem Ziel ihre Mitarbeiter an sich zu binden und deren Gesundheitszustand zu sichern.

Insgesamt sind in Deutschland etwa 20 PKV-Unternehmen im Bereich der bKV in Deutschland vertreten. Die beiden Schwergewichte der Privatversicherungsbranche Debeka und Huk-Coburg haben angekündigt in diesem Jahr dem Markt beizutreten.

Kommentar: Eine Wiedereinführung der Anrechenbarkeit der bKV-Prämie auf die 44 Euro Freigrenze halten Experten für ausgeschlossen. Denn der Freibetrag ist nur für Einnahmen anzuwenden, die nicht in Geld bestehen, wie etwa Wohnung, Kost, Waren und Dienstleistungen. Auch wenn der Arbeitgeber Versicherungsnehmer ist und die versicherte Person der Arbeitnehmer ist, ist diese Sachzuwendung als Barlohn zu betrachten und kann dementsprechend nicht bei der Freigrenze berücksichtigt werden.

Letztes Jahr stieg auch die erste Krankenhauskette in das Geschäft mit betrieblichen Krankenzusatzversicherungen ein. Dazu gründete Fresenius/Helios zusammen mit der Debeka den Helios Club. Hier können Arbeitgeber einen Versicherungsschutz für ihre Arbeitnehmer abschließen, der diese im Falle einer Krankenhausbehandlung in den Helios-Kliniken einem Privatversicherten mit Einbettzimmer und Chefarztbehandlung gleichstellen.

[ilink url=“http://www.versicherungsmagazin.de/Aktuell/Nachrichten/195/21394/Betriebliche-Krankenversicherung-Gekippte-Freigrenze-kein-Verkaufshindernis.html“] Link zur Quelle (Versicherungsmagazin)[/ilink]