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Biopharmazeutische Entwicklungsprojekte sind auf dem Vormarsch und haben sich laut Dr. Frank Mathias, Geschäftsführer von vfa bio, in den letzten fünf Jahren mehr als verdoppelt.

Die Pipeline von Biopharmazeutika sei daher gut gefüllt: Insgesamt 556 Produkte mit gentechnischen Wirkstoffen sind derzeit in der klinischen Erprobung.

Außerdem würden Biopharmazeutika vermehrt gegen neue Krankheiten entwickelt. Von den 348 Präparaten, die sich derzeit in Studien-Phase II und III befinden, betrete man mit knapp der Hälfte medizinisches Neuland, so die Interessengruppe Biotechnologie im Verband der forschenden Arzneimittelhersteller (VFA). Sie seien für Indikationen bestimmt, für die bislang noch keine Biopharmazeutika zur Verfügung standen, wie etwa Alzheimer, Hautkrebs oder zur Prophylaxe von Hirnhautentzündungen.

Kommentar: Bei der Produktion von Biopharmazeutika, also gentechnischer Arzneimittel, nehmen Deutschlands forschende Pharma- und Biotech-Unternehmen weltweit nach den USA Platz 2 und in Europa Platz 1 ein.

Innerhalb der Pharmabranche nimmt die biopharmazeutische Industrie einen zunehmenden Stellenwert ein. Das lässt sich am Umsatzwachstum dieses Marktsegments um rund 8 % auf insgesamt knapp 4,9 Milliarden Euro ablesen. Biopharmazeutika steigerten damit ihren Anteil am Gesamtpharmamarkt auf 17 %.

Demgegenüber lässt sich konstatieren, dass biotechnologisch hergestellte Arzneimittel zu den teuersten Arzneimitteln zählen. Bereits jetzt entfallen in Deutschland 13 Prozent der Arzneimittelausgaben, die im Jahr 2011 zu Lasten der GKV 27,1 Mrd. Euro betrugen, auf diese Klasse.

[ilink url=“http://www.process.vogel.de/branchen/pharma_biotech/articles/383346/“] Link zur Quelle (PROCESS)[/ilink]