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Die bayerischen Betriebskrankenkassen befürchten ein Minus von mehr als 8 Mio. Euro jährlich durch das Aus der Praxisgebühr. Zwar soll der Wegfall der Gebühr über den Gesundheitsfonds gegenfinanziert werden – aber die Kriterien dazu seien falsch, kritisiert der BKK Landesverband Bayern.

Der vorgesehene Ausgleich nach Morbiditätskriterien werde „zu weiteren Verzerrungen im Krankenkassenfinanzausgleich führen“, warnt Verbandschefin Sigrid König. Die Morbidität sei kein geeigneter Maßstab, da kein Zusammenhang mit den bislang erzielten Einnahmen durch die Praxisgebühr bestehe.

Für Kassen mit mit überdurchschnittlichen Einnahmen aus der Gebühr aber unterdurchschnittlicher Morbidität, wie die Mehrzahl der bayerischen Betriebskrankenkassen, bedeute die Abschaffung erhebliche Einnahmeverluste. Daher solle der Gesetzgeber die Ungleichverteilung reparieren: „Kurzfristig bietet sich an, die kassenindividuellen Einnahmen aus der Praxisgebühr im Jahr 2012 als Verteilungsmaßstab für die Kompensation der Mehrausgaben zu Grunde zu legen. Jede Krankenkasse ist in der Lage, diese nachzuweisen. In einem nächsten Schritt kann das Bundesversicherungsamt mit einer geeigneten Umsetzung dafür sorgen, dass dieses Ziel erreicht wird.“

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