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Spiegel Online meldete vorige Woche, dass der BKK für Heilberufe zum Jahresende die Schließung drohe. Aktuell verfügt die Krankenkasse noch über 80.000 Mitglieder. Durch diese und andere Meldungen wird deutlich, wie instabil das derzeitige Krankenkassensystem ist. Es muss eine erhebliche Aufmerksamkeit der Aufsichtsbehörden auf diesen Fall investiert werden. Neben den Mitgliedern, die unter Umständen eine neue Krankenkasse finden müssen, stehen auch die Leistungserbringer vor der Frage, wie die letzten Versorgungen wirtschaftlich abgesichert realisiert werden können. In der BKK für Heilberufe sind überdurchschnittliche viele Schwerkranke und chronisch Kranke verblieben.

Kommentar: Neben der Neuorientierung der Versicherten steht auch die Abwicklung der Versorgungen der Mitglieder im Fokus. Hier scheint es noch keine öffentliche Diskussion über die wirtschaftlichen Folgen zu geben. Die Leistungserbringer können nur dann stetig gut versorgen, wenn auch die Zahlung der Leistung gesichert ist.