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Der kanadische Smartphone-Hersteller BlackBerry hat in die Gesundheitsbranche investiert und einen Minderheitsanteil an dem privat gehaltenen IT-Gesundheitsspezialisten NantHealth erworben. Die Kaufsumme für den Anteilserwerb wurde nicht bekannt gegeben. Ziel ist es, gemeinsam mit NantHealth ein neues Smartphone zu entwickeln, welches insbesondere in der Gesundheitsindustrie zum Einsatz kommen soll.

Nach Angaben der Nachrichten-Agentur Reuters soll das erste Smartphone aus der Partnerschaft für 3D-Bilder und CT-Scans optimiert sein und Ende 2014 bzw. Anfang 2015 auf den Markt kommen

Das junge Start-Up Unternehmen NantHealth bietet verschiedene Patientensysteme im Gesundheitswesen auf Cloud-Basis an, die BlackBerry mit seiner sicheren End-zu-End Verschlüsselung zukunftsträchtig sichern soll. Das in Kalifornien ansässige Unternehmen ist mit seiner Lösung bereits bei nahezu 250 Krankenhäusern im Einsatz ist und mehr als 16.000 medizinische Geräte miteinander verbindet. Das System hilft bei der Aufzeichnung von mehr als drei Milliarden Krankheitsbilder pro Jahr.

Kommentar: BlackBerry richtet sich derzeit unter dem seit November des letzten Jahres amtierenden Chefs John Chen neu aus. Noch 2009 kam Blackberry auf einen Marktanteil von 20 Prozent. Seitdem ist das Unternehmen weit hinter die Branchenführer Samsung und Apple, zuletzt auch Google, zurückgefallen. Weil der Kerngeschäft mit Smartphones stark schwächelt, will sich das Unternehmen unter der neuen Leitung stärker als Anbieter für Geschäftskunden in Branchen konzentrieren, in denen großer Wert auf eine sichere Verschlüsselungstechnik – etwa der Gesundheitsbranche.

Das BlackBerry-Telefon soll Ärzte dabei helfen, schnell und einfach Zugang zu Patientendaten zu erhalten, die zuvor von Diagnosesystemen aufgenommen wurden. Darüber hinaus können Ärzte diese Daten dann mit anderen medizinischen Einrichtungen bzw. Spezialisten teilen und so eventuell neue Therapieansätze ausloten.

[ilink url=“http://www.reuters.com/article/2014/04/15/nanthealth-blackberry-idUSL2N0N61KV20140415?feedType=RSS&feedName=mergersNews“] Link zur Quelle (Reuters)[/ilink]