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Der zweitgrößte deutsche Pharmakonzern Boehringer Ingelheim trägt nun mit der Freigabe hunderter von Arzneimittelstudien für Forscher zu einem Transparenzprojekt bei, dem sich auch GlaxoSmithKline, Roche, Sanofi, Novartis und ViiV Healthcare angeschlossen haben. Die Unternehmen sollen ihre Studien auf einer Plattform veröffentlichen. Boehringer garantiert, alle Studien seit 1998 dort aufzunehmen und rechnet mit einer Zahl von etwa 800 bis 1.000 Studien von Medikamenten, die noch in der Entwicklung stehen, sollen dann veröffentlicht werden, wenn sie zugelassen wurden. Voraussetzung für einen Zugang zu zu den Daten ist jedoch ein besonderes Forschungsinteresse.

Boehringer stand zuletzt wegen des Schlaganfallmittels Pradaxa in der Kritik. Druck auf die Pharmaindustrie wurde unlängst durch das EU-Parlament aufgebaut: Es verabschiedete Anfang April eine Richtlinie, wonach die Konzerne der Öffentlichkeit ab 2016 keine Studien mehr vorenthalten dürfen.

Boehringer verzeichnete im abgelaufenen GJ zwar Umsatzeinbußen aufgrund ungünstiger Wechselkurseffekte, konnte aber dennoch seinen Gewinn durch Kosteneinsparungen um sieben Prozent auf rund 1,3 Milliarden Euro steigern.

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