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Der US-amerikanische Konzern Bristol-Myers Squibb (BMS) will das auf Diabetes-Medikamente spezialisierte Biotechnologieunternehmen Amylin übernehmen. Im Zuge der Übernahme will das Unternehmen auch die bestehenden strategische Allianz mit dem britisch-schwedischen Pharmaunternehmen Astrazeneca ausweiten: Die Amylin-Produkte sollen dann gemeinsam mit dem Konkurrenten Astrazeneca entwickelt werden. Astrazeneca lässt sich dies dann 3,4 Mrd. Dollar kosten und ist zur Hälfte an den möglichen Gewinnen mit Amylin-Medikamenten beteiligt.

BMS bietet den Amylin-Aktionären 31 Dollar je Anteil oder insgesamt 5,3 Mrd. Dollar (4,2 Mrd Euro). Inklusive der übernommenen Schulden und einer Zahlung an den Konkurrenten Eli Lilly, der bisher vertragliche Verbindungen mit dem Diabetes-Experten hat, summiert sich der Kaufpreis für Amylin auf rund 7 Mrd. Dollar.

Im März hatte Amylin noch eine Übernahmeangebot von BMS in Höhe von 3,5 Mrd. Dollar abgelehnt. Hintergrund der Einkaufsbemühungen des Pharmaunternehmens aus New York ist, dass BMS erst kürzlich den Patentschutz für das wichtigste Medikament Plavis verloren hat. Daher hatte BMS erst im Januar die Übernahme des Hepatitis-C-Spezialisten Inhibitex für 2,5 Mrd. Dollar angekündigt. 

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