Seite auswählen

Das Bundeskartellamt will die Übernahme des Klinikbetreibers Rhön-Klinikum durch den Fresenius-Konzern eingehend prüfen. „Wir werden uns das sehr genau anschauen“, sagte ein Sprecher des Kartellamts am Freitag (22.06.). Mit dieser Aussage deutete die Bonner Behörder an, dass sie eine vertiefte, mehrere Monate umfassende Untersuchung der Übernahmepläne einleiten könnten.

Die Übernahmepläne hätten in die Zuständigkeit der Brüsseler EU-Kommission fallen können, da die beiden privaten Klinikbetreiber Helios und Rhön die für eine EU-Prüfung mitentscheidende Umsatzschwelle von 5 Mrd. Euro überspringen. Der Mutterkonzern von Helios – Fresenius – hatte jedoch beantragt, die Prüfung der Übernahme nicht durch die EU-Kommission, sondern durch das Bundeskartellamt durchführen zu lassen, da der wettbewerbsrechtliche Schwerpunkt innerhalb Deutschlands liegt. Damit könnte der Bad Homburger Konzern Zeit sparen. Denn ein Antrag des Kartellamts selbst an die EU-Kommission, die Untersuchung nach Deutschland zu ziehen, hätte u. U.eine längere Bearbeitungsfrist nach sich gezogen.

Das Bundeskartellamt wird nun in der ersten Phase seiner Prüfung darüber entscheiden, ob es eine sogenannte „intensivierte Prüfung“ einleiten wird.

[ilink url=“http://www.handelsblatt.com/unternehmen/handel-dienstleister/uebernahme-kartellamt-will-klinik-kauf-durch-fresenius-pruefen/6786720.html“] Link zur Quelle (Handelsblatt)[/ilink]