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In Deutschland werden die rund 70 Millionen gesetzlich Versicherten von immer weniger Krankenkassen versorgt. So hat die Anzahl der gesetzlichen Krankenkassen (GKV) auch im Laufe des letzten Jahres weiter abgenommen – laut Statistik des Bundesversicherungsamtes (BVA) um 20 Prozent.

Der Hauptgrund für die Reduzierung bleibt neben einiger Schließungen die Fusionen unter den Krankenkassen. Im Jahr 2011 verschwanden sieben Krankenkassen vom Markt – weitere sieben Fusionen zum Jahresbeginn 2012 reduzierten die Anzahl der Kassen auf derzeit 137. Ausgenommen von der Erfassung sind die neun landwirtschaftlichen Krankenkassen. Eingeordnet in einen größeren zeitlichen Kontext, lässt sich festhalten, dass der Konzentrationsprozess bei den Kassen voranschreitet, wenn auch etwas langsamer als bisher.

Möchte man die Statistik unter der von Ex-Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt einst vorgegebenen Zielgröße von maximal 50 Krankenkassen betrachten, lohnt sich ein Blick auf die Mitgliedergröße: Nur 64 aller Kassen verfügen über mehr als 50.000 Mitglieder. Ein Drittel der 119 Betriebskrankenkassen ist geschlossen und nur für Firmen- und deren Familienangehörige zugänglich. Zudem haben nur 5 BKKen mehr als 20.000 Mitglieder.

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