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Eine neue Website von B. Braun rund um das Thema Case Management gibt das Dienstleistungsangebot des Unternehmens wieder und weist auf die Fallen bei der Umsetzung hin.

Eigentlich wird ein sektorübergreifendes Case Management von allen Seiten (Krankenkasse, niedergelassene Ärzte und Krankenhäuser) gut geheißen, doch hapert es bei der Umsetzung oft an der Bereitschaft, eigene Kompetenzen abzugeben und eine zusätzliche Finanzierung zu gewährleisten, so dass letztendlich die Aufgabe den Krankenhäusern zufällt. Diese sehen sich aber außerstande, über das Überleitungsmanagement aus einem Krankenhaus in den ambulanten Bereich weitere Case-Management-Aufgaben zu übernehmen.

Kommentar: Wenn die Industrie – wie in diesem Fall B. Braun – diesen Bereich versucht zu übernehmen, muss sie mit spitzem Bleistift rechnen, ob sich so etwas lohnen kann. Nur wenn ein breites Portfolio von Produkten zur Verfügung steht und deren Einsatz gesichert werden kann, kann sich dieses Angebot an die Krankenhäuser rentieren.

Denn schon die Beschreibung der Rahmenbedingungen zeigt den Aufwand, die verschiedenen Abteilungen innerhalb eines Krankenhauses in das Case Management mit einzubinden. Zu den Rahmenbedingungen gehören:

  • ein klarer Auftrag und Unterstützung durch das Krankenhausdirektorium;
  • Einführung im Rahmen eines Projektes mit definierten Meilensteinen;
  • Anforderungs-/Kompetenzprofil für die Case Manager;
  • Eigenes Büro für die Case Manager;
  • Kick-off-Veranstaltung;
  • Frühzeitiges Schnittstellenmanagement, insbesondere zum Sozialdienst;
  • Einbindung der EDV-/IT-Abteilung und ein
  • Projektteam.

Damit muss das Unternehmen deutlich in Vorleistung gehen, bevor das erste Produkt überhaupt eingesetzt worden ist. Es ist daher eher unwahrscheinlich, dass sich dieses Angebot wirklich rechnet.

[ilink url=“http://www.casemanagement.bbraun.de/cps/rde/xchg/om-casemanagement-de-de/hs.xsl/index.html“]Link zur Quelle (Website von B. Braun)[/ilink]