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Der Duisburger Familienkonzern Haniel will weiterhin Anteilseigner (50,01 Prozent) des Pharmagroßhändlers Celesio bleiben. Es gebe keine Verkaufsgespräche mit der US-Drogeriekette CVS. Zuvor tauchten Spekulationen darüber auf, CVS wolle Celesio (Marktwert: über 3 Mrd. Euro) für einen Aufschlag von über 30 Prozent zu übernehmen.

Seitens Haniels gab es jedoch ein klares Bekenntnis zur bereits 39 Jahre andauernden Beteiligung: „Celesio ist aus unserer Sicht ein Ankerinvestment“, bekräftigte ein Haniel-Sprecher. Es seien auch keine Gespräche geführt worden.

Hintergrund: Der Mischkonzern Haniel wird von rund 2 Mrd. Euro Schulden belastet und zum Abbau dieser Schulden bereits im letzten Jahr seine Beteiligung von 54 Prozent auf 50,1 Prozent reduziert. Damit hatte Haniels rund 100 Mio. Euro erlöst.

Kommentar: Über Celesio war jüngst zu lesen, dass der Stuttgarter Pharmagroßhändler wegen herber Gewinneinbußen im Deutschland-Geschäft  Niederlassungen seiner Tochter Gehe schließen will. Seit gut einem Jahr befindet sich das Unternehmen unter der Leitung von Markus Pinger in einer Umbauphase. Künftig soll der Fokus wieder auf seinen Kerngeschäfte Pharmahandel und Apotheken liegen.

Zur Fokussierung auf die Kernbereiche hat Celesio sämtliche Unternehmen verkauft, mit denen man ursprünglich neue Geschäftsbereiche (etwa den Apotheken-Versandhandel mit DocMorris) erschließen wollte. Dieses Jahr will Celesio vor allem den Aufbau seiner europaweiten Apothekenkooperation unter dem Namen Lloyds angehen. Ab 2014 will der Konzern wieder profitabel wachsen.

Entscheidend für die Beteiligung von Haniel an Celesio wird sein, ob die  internationale Unternehmensgruppe mit einem Jahresumsatz in 2011 von 27,3 Mrd. Euro seinen Schuldenabbau erfolgreich bewältigt. Andernfalls könnte das geäußerte Bekenntnis nochmals überdacht werden.

[ilink url=“http://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/kein-verkauf-an-cvs-haniel-haelt-an-celesio-fest/8378528.html“] Link zur Quelle (Handelsblatt.com)[/ilink]