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Die amerikanische Drogeriekette CVS Caremark hat angekündigt, in allen 7.600 Filialen bis Oktober 2014 den Verkauf von Zigaretten und anderen Tabakprodukten einzustellen. Firmenchef Larry Merlo, der seit knapp drei Jahren an der Spitze einer der größten Drogerieketten der USA steht, erklärte, dass dieser Schritt die richtige Entscheidung sei, um den Kunden und dem eigenen Unternehmen dabei behilflich zu sein die Gesundheit zu verbessern.

Es wird mit einem Umsatzeinbußen von jährlich etwa 2 Mrd. Dollar gerechnet. Unterm Strich will das Unternehmen aber profitieren – durch eine engere Bindung an die Kunden, denn Drogerien in den USA sind zugleich Apotheken. Dies sei auch der Grund warum der Verkauf von Tabakwaren eingestellt werde, da dieser dem Unternehmenssinn widerspreche.

CVS Caremark ist somit der erste Drogerienbetreiber in den USA, der in seinen Filialen künftig keine Tabakwaren mehrt anbietet. Die Gesundheitsexperten in den USA befürworten diesen Schritt sehr. Auch US-Präsident Barack Obama begrüßte die Entscheidung. CVS setze ein „starkes Beispiel“, erklärte der Präsident, der selbst vor einigen Jahren das Rauchen aufgegeben hatte.

Kommentar: Die Entscheidung des Unternehmens, den Verkauf von Tabakwaren einzustellen, ist ein starker Schlag für die Tabaklobby in den USA. Nach Rauchverboten und Milliardenklagen stoppt die erste landesweit vertretene Drogeriekette den Verkauf von Zigaretten und anderen Tabakprodukten. Die Zahl der Raucher in den USA geht deutlich zurück. Etwa 18 Prozent der US-Bürger greifen noch zum Glimmstengel, während der Raucheranteil in den 1960er Jahren bei 42 Prozent lag. Noch immer sterben nach Angaben von Gesundheitsexperten jedes Jahr fast eine halbe Million Menschen in den USA an den Folgen des Rauchens.

[ilink url=“http://www.reuters.com/article/2014/02/05/us-cvscaremark-cigarettes-idUSBREA140RP20140205?feedType=RSS&feedName=healthNews“] Link zur Quelle (reuters.com)[/ilink]