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Der Branchenprimus unter den Privaten Krankenversicherern Debeka hat in dieser Woche nach eigenen Angaben rund 445.000 Mitgliedern eine Beitragsrückerstattung von durchschnittlich mehr als 800 Euro für das Jahr 2012 ausgezahlt. Insgesamt seien dies 361 Millionen Euro und somit zwölf Millionen Euro mehr als für das Jahr 2011.

Die Koblenzer Krankenversicherung zahlt ihren vollversicherten Mitgliedern einen großen Teil ihrer Beiträge zurück, wenn sie in einem Kalenderjahr keine Leistungen zur Erstattung einreichen.

Uwe Laue, Vorstandsvorsitzender der Debeka, erlaubte sich angesichts der guten Finanzlage einen Seitenhieb gegenüber der GKV: „Während einige gesetzliche Krankenkassen mit den Beiträgen ihrer Versicherten fragwürdige Studien über die PKV finanzieren, geben wir das Geld unserer Versicherten lieber an sie zurück.“

Kommentar: Der Marktführer Debeka scheint mit seiner Rückzahlung eher eine Ausnahme in der PKV Landschaft zu sein. Generell stehen viele Unternehmen unter Finanzdruck, was die Versicherten durch höhere Prämien (Beiträge) zu spüren bekommen. Derzeit leidet etwa der Kölner Krankenversicherer Central mit seinen 420.000 privat versicherten Kunden unter der Niedrigzinsphase: Der Konzern wird den Rechnungszins (ähnlich wie der Garantiezins in der Lebensversicherung) für den kompletten Kundenbestand senken müssen. Im Zuge der Finanzkrise ist schon öfter über eine Absenkung des Rechnungszinses in der PKV spekuliert worden. Der Grund: Die privaten Krankenversicherer verzinsen ihre Altersrückstellungen mit 3,5 Prozent, was ihnen zunehmend Probleme bereitet.

[ilink url=“http://www.debeka.de/unternehmen/presse/presse/bre_2013.html“] Link zur Quelle (Debeka)[/ilink]