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Der größte private Vollversicherer Debeka hält den Vorwurf, dass die private Krankenversicherung (PKV) nur eine Versicherung für die besser verdienenden Bürger ist, für widerlegt: Nur rund 20 Prozent der Privatversicherten verfügten über ein Einkommen, das oberhalb der Versicherungspflichtgrenze von derzeit rund 50.000 Euro Jahreseinkommen liege, teilte die Versicherung am Donnerstag unter Berufung auf eine aktuelle Studie des wissenschaftlichen Instituts der PKV (WIP) mit.

Die Versichertengemeinschaft bestehe darüber hinaus sogar zur Hälfte aus nicht erwerbstätigen Personen. Bestätigt würden diese Zahlen durch eine eigene Erhebung der Debeka, bei der rund ein Viertel aller Privatversicherten Mitglied seien.

Bei der Versicherung liege die Zahl der angeblich Reichen mit 16 Prozent sogar noch etwas niedriger. „Damit werden die immer wieder angeführten Behauptungen der Befürworter einer Bürger- bzw. Einheitszwangsversicherung gegen die PKV eindeutig widerlegt. Sie unterstellen, die PKV sei unsolidarisch, da sich ihre Versicherten mit angeblich hohen Einkommen dem Sozialprinzip der GKV entziehen würden“, heißt es in der Mitteilung der Debeka.

Kommentar: Das Versichertenkollektiv der PKV besteht je zur Hälfte aus erwerbstätigen und nicht erwerbstätigen Personen, was sich vor allem aus dem relativ hohen Anteil der Kinder und älteren Versicherten in der PKV ergibt. Knapp 25 Prozent der Privatversicherten sind aktive Beamte, 15,7 Prozent sind selbständig tätig und 11,6 Prozent gehören zur Gruppe der Arbeitnehmer. Im PKV-Kollektiv sind alle Schul- und Ausbildungsabschlüsse vertreten. Rund zwei Drittel der erwachsenen PKV-Versicherten sind verheiratet.

[ilink url=“http://www.debeka.de/unternehmen/presse/presse/studie_belegt_irrgla.html“] Link zur Quelle (Debeka)[/ilink]

[ilink url=“http://www.wip-pkv.de/uploads/tx_nppresscenter/Soziooekonomische_Struktur_PKV.pdf“] Link zur Studie (WIP)[/ilink]