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Otto will die eigene Expertise im Onlinehandel und Logistik mit der Kompetenz der Apotheken verbinden. In Zusammenarbeit mit Apotheken bestellen die Kunden ihre Arzneimittel online über eine Plattform und Otto übernimmt die Abwicklung der Bestellungen und Zahlungsvorgänge. Apotheken müssen den Service bezahlen: Zu der jährlichen „Partner Fee“ von 1.000 Euro kommen noch Provisionen pro Rezept hinzu: 3 Euro je Rezept und 15 Prozent des OTC-Umsatzes. Otto argumentiert gegenüber den Apotheken mit Zusatzerlösen und Wettbewerbsvorteilen gegenüber den Konkurrenten vor Ort und gegenüber Versandapotheken.

Zusätzlich will Otto den  Apotheken mit einer breit angelegten Werbekampagne Kunden zuführen.

Bislang bleibt der Erfolg dieses Modells aber noch aus: In Hamburg sollte ursprünglich bereits im Juli gestartet werden, bis September sollten schon 50 bis 80 der insgesamt 450 Apotheken der Hansestadt unter Vertrag genommen werden. Anschließend sollten weitere Großstädte angegangen werden. Der Start hat sich verschoben, ist aber noch für dieses Jahr geplant. An dem Hamburger Piloten werden voraussichtlich zunächst fünf bis zehn Apotheken teilnehmen.

Kommentar: Angesicht der inzwischen geringen Margen bei Offizinapotheken ist das Preismodell von Otto nicht wirklich attraktiv. Einzig der Gewinn von Neukunden könnte Apotheken überzeugen, diese werden aber genau prüfen, ob sich das Modell in der Umsetzung letztlich lohnt. 

[ilink url=“http://www.pharma-relations.de/news/otto-plant-apotheken-botendienst“]Link zur Quelle (Pharma Relations)[/ilink]