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Nach einer Studie des Hamburgische Weltwirtschaftsinstitut (HWWI) und der Berenberg Bank werden sich die Deutschen auf weitreichende Änderungen am gewohnten Gesundheitssystem einstellen müssen. In Zukunft wird eine Grundversorgung, die von der gesetzlichen Krankenkasse finanziert wird, geben. Alle anderen Gesundheitsangebote müssen aus der eigenen Tasche bezahlt werden.

Vielen Menschen sehen heute schon ein, dass Investitionen in die Gesundheit sinnvoll sind und sorgen mit privaten Ausgaben dafür, dass die Wachstumsraten im Gesundheitsmarkt deutlich über dem des durchschnittlichen Wirtschaftswachstums liegen. Dieser Trend wird sich vorsetzen und zu einer zunehmenden Nachfrage nach Gesundheitsleistungen führen, die wiederum Investitionen nach sich ziehen. Das investierte Geld führt zu mehr Innovationen, zum Beispiel in Zentren mit einer hohen Dichte an Medizintechnikunternehmen.

Während niedergelassene Ärzte in Zukunft weiterhin auf IGeL abstellen, sieht die Studie einen klaren Trend zu Medical Wellness und Anti-Aging, aber auch zu Functional Food und zum altersgerechten Wohnen.

Kommentar: Dass dies im Bezug auf die Investoren keine Wunschvorstellung ist, lässt sich bereits am Anlageverhalten von Investoren ablesen. Der Stoxx Europe 600 Health Care Index hat seit 2000 um rund 10 Prozent zugelegt, während der branchenübergreifende Stoxx 50-Index um 50 Prozent fiel. Es gibt in Deutschland mehr als 50 Investmentfonds mit dem Schwerpunkt Gesundheit, das verwaltete Fondsvermögen liegt bei 5,5 Milliarden Euro. Das Gesundheitswesen wird aufgrund seiner Stabilität und Wachstumsmöglichkeiten auch für Investoren in Zukunft interessant bleiben, die offene Frage bleibt: Wo finden sich die passenden Investitionsobjekte?

[ilink url=“http://www.aerztezeitung.de/politik_gesellschaft/berufspolitik/article/810539/gesundheit-patienten-immer-wert.html“]Link zur Quelle (Ärztezeitung)[/ilink]