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Eine von der US-Regierung beauftragte Studie zur Gesundheit der amerikanischen Jugendlichen hat ein alarmierendes Ergebnis geliefert: Rund ein Drittel der Heranwachsenden (36 Prozent) in den USA ist übergewichtig, was ihr Risiko erhöht, an Typ-2-Diabetes zu erkranken. Jeder vierte Jugendliche hat Diabetes oder eine Vorstufe. Der Trend ist dabei weiter steigend: In der betrachten Gruppe stieg die Rate derjenigen, die unter Diabetes oder seiner Vorstufe litten, in den Jahren 2000 bis 2008 von 9 Prozent auf 23 Prozent.

Für das Gesundheitssystem der USA könnte dies zu einer enormen Belastung werden, denn schon heute enstehen für Krankheiten, die Folge von starkem Übergewicht sind, Kosten zwischen 150 bis 190 Mrd. Dollar im Jahr.

Kommentar: Die hohe Diabetes-Häufigkeit in den USA ist auf eine mangelnde Primärprävention zurückzuführen. Hier hat es die Politk versäumt, dem extremen Bewegungsmangel und dem schlechten Essverhalten unter amerikanischen Jugendlichen entgegen zu wirken. Dabei erfordern besonders chronische Krankheiten mit starkem Wachstumstrend ein politisches Gegensteuern. Für das amerikanische Gesundheitssystem ist besonders die Tatsache erschreckend, dass aufgrund des früheren Beginns von Übergewicht mit einem weiteren Anstieg der Diabeteshäufigkeit zu rechnen ist.

Zum Vergleich: Die Kosten für Patienten mit Diabetes und seiner Begleit- und Folgeerkrankungen betragen in Deutschland bereits ein Fünftel der GKV-Ausgaben. In Deutschland liegt die Zahl der bekannten Diabetesfälle derzeit bei etwa 6 Mio. Menschen, dies entspricht einer Diabetes-Häufigkeit von 7,3 Prozent. 

[ilink url=“http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/diabetes/article/814562/amerika-sitzt-diabetes-bombe.html“] Link zur Quelle (Ärzte Zeitung)[/ilink]