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Der Stuttgarter Pharmagroßhändler Celesio hat bei der zum Verkauf stehenden Versandapotheke DocMorris eine Wertberichtigung in Höhe von 120 Mio. Euro vorgenommen. Bereits vor zwei Jahren waren 71 Mio. Euro auf die Marke und das Franchisekonzept abgeschrieben worden. Als Celesio 2007 die Online-Apotheke übernahm, legte der Konzern 221 Mio. Euro auf den Tisch. Unter Berücksichtung der Abschreibungen sind noch 30 Mio. Euro aus dem ursprünglichen Kaufpreis übrig. Die Finanzchefin von Celesio kommentierte dies wie folgt:

 „Für einige der Unternehmen wurden seinerzeit Preise gezahlt, die in hohem Maße auf strategischen Erwartungen basierten. Die ursprünglichen Preise lassen sich im heutigen Marktumfeld und aufgrund der aktuellen Geschäftsentwicklung der Gesellschaften nicht mehr erzielen. Deshalb mussten wir jetzt auf alle zur Veräußerung bestimmten Unternehmen die notwendig gewordenen Wertberichtigungen vornehmen.“

Die Geschäftszahlen von DocMorris sind derweil im ersten Halbjahr – trotz der erheblichen logistischen Probleme im Umgang mit Kundenbestellungen – recht passabel. So konnte der Umsatz leicht von 157 auf 159 Mio Euro gesteigert werden. Das Ergebnis war mit 1,5 Mio. Euro leicht positiv.

Bei Celesio gab es zuletzt noch weitere Abschreibungen: Insgesamt wurden 228 Mio. Euro auf die bereits verkauften oder zum Verkauf stehenden Aktivitäten abgeschrieben, darunter Movianto, Pharmexx sowie die Aktivitäten in Tschechien und den Großhandel in Irland.

[ilink url=“http://www.apotheke-adhoc.de/nachrichten/markt/docmorris-30-statt-221-millionen-euro“] Link zur Quelle (Apotheke-Adhoc)[/ilink]