Seite auswählen

Nachdem das Rabattverbot für in- und ausländische Versandapotheken in Kraft getreten ist, will DocMorris mit dem neuen Eigentümer Zur Rose AG weiterhin ihren Kunden Prämien gewähren. In Zukunft soll jeder Kunde, der verschreibungspflichtige Arzneimittel bei DocMorris bestellt, pro Medikament 1 Euro als Bonus erhalten.

Darüber hinaus will DocMorris seinen Kunden einen Arzneimittel-Check anbieten. Für den Aufwand will das Unternehmen eine Entschädigung von bis zu 15 Euro zahlen, die von der Komplexität der Erkrankung und der Medikamententherapie des Einzelnen abhängen wird. Den Arzneimittel-Check sieht die niederländische Versandapotheke als Maßnahme für den Ausbau der pharmazeutischen Beratung  und einer Erhöhung der Beratungsqualität.

Kommentar: Aus diesem Plan lässt sich ablesen, wie sehr das Rabattverbot die Versandapotheken getroffen hat. Die Kombination aus einem kostenlosen Service und einer Aufwandsentschädigung lässt vermuten, dass die eigentliche Motivation dahinter ist, dem Kunden auf diesem Wege Geld zukommen zu lassen. Ob diese Idee rechtlich machbar ist, wird sicherlich von Gerichten überprüft werden. Allerdings gibt es im Markt ähnliche Modelle, um z.B. legale Kickbacks zwischen Leistungserbringern und Krankenhäusern zu ermöglichen. Die offene Frage dabei ist, welche Modelle praktikabel sind und inwieweit solche Modelle juristisch angreifbar sind.

[ilink url=“http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=nachrichten&type=0&no_cache=1&Nachricht_ID=43972&Nachricht_Title=Nachrichten_Doc+Morris%3A+Aufwandsent%26shy%3Bsch%E4digung+statt+Bonus“]Link zur Quelle[/ilink]