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Mit DocMorris wollte der Stuttgarter Pharmahändler Celesio in den vermeintlich lukrativen Versandhandel mit Arzneimitteln einsteigen und einen Türöffner für Apothekenketten aufbauen. Der Plan scheiterte aber: Von dem ursprünglichen Kaufpreis (221 Mio. Euro) sind nach zwei Abschreibungen in den letzten beiden Jahren nur noch 30 Mio. Euro an Unternehmenswert geblieben.

„Insbesondere für DocMorris, Pharmexx und Movianto wurden vor Jahren im Rahmen der damaligen Celesio-Strategie hohe strategische Preise bezahlt, die sich im aktuellen Marktumfeld nicht mehr erzielen lassen“, heißt es in einer Erklärung.

Seit März versucht Celesio-Chef Pinger mit den Lasten der Vergangenheit abzuschließen und DocMorris zu verkaufen – 50 Mio. Euro sollter der Verkauf einbringen. Kaufinteressenten blieben jedoch aus, sodass heute  25 Mio. Euro schon ein gutes Resultat wären.

Grund für das Desinteresse potenzieller Interessenten, ist die Novelle des Arzneimittelgesetzes, nach der die Arzneimittelpreisverordnung auch für den Versandhandel aus dem Ausland nach Deutschland gilt.

Laut „WirtschaftsWoche“ entwickelt sich DocMorris zum Ladenhüter. Branchenriesen wie Rossmann oder dm signalisierten, kein Interesse zu haben. Als letzte Hoffnung bleiben Private-Equity-Unternehmen wie Hg Capital oder der Alliance Boots-Miteigentümer Stefano Pessina.

[ilink url=“http://news.doccheck.com/de/article/211002-docmorris-beerdigung-3-klasse/“] Link zur Quelle (DocCheckNews)[/ilink]