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Der Zuschlag für die zweite Kartengeneration (G2) der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) wurde im Rahmen der EU-weiten Ausschreibung vom 28. Juli 2012 erteilt. Die zwei identischen Lose wurden an Giesecke & Devrient GmbH (Los 1) und T-Systems International GmbH (Los 2) vergeben.

Durch den Generationswechsel der eGK werden die vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) für die Zukunft empfohlenen noch stärkeren und zugleich langfristig geeigneten kryptographischen Verfahren umgesetzt. Diese Verfahren werden den Datenschutz und die Datensicherheit in der Telematikinfrastruktur weiter erhöhen. Zudem sorgt ein sogenannter Multireferenz-PIN dafür, dass vom Karteninhaber gezielt Bereiche der elektronischen Gesundheitskarte freigeschaltet werden können. Zusätzlich kann die Gültigkeitsdauer der eGK deutlich gesteigert werden.

Der erteilte Auftrag an die Industrie umfasst die Entwicklung eines Kartenbetriebssystems (des sogenannten Card Operating Systems, kurz COS) für die Karten der Generation 2 sowie der Objektsysteme für die Kartentypen elektronische Gesundheitskarte, Heilberufsausweis (HBA), Institutionskarte (SMC-B) und Gerätekarten (SMC-K, SMC-KT). Die Testkartenlieferung sowie die Lieferung von initialisierten Karten der Generation 2 sind ebenfalls Gegenstand der Beauftragung.

„Die große Resonanz auf die europaweite Ausschreibung verdeutlicht, dass die Industrie wieder Vertrauen in das Projekt hat“, resümiert gematik-Hauptgeschäftsführer Elmer.

Kommentar: Die elektronische Gesundheitskarte ist seit Oktober des vergangenen Jahres bundesweit im Einsatz. Mittlerweile nutzt ein Großteil der Patienten die neue Karte. Die Krankenkassen konnten die gesetzlichen Vorgaben von 70 Prozent teilweise bereits übertreffen. Die kryptografischen Schlüssel auf diesen Karten sind auf eine Laufzeit von fünf Jahren ausgelegt. Damit ist klar, dass 2017/2018 die zweite Generation der eGK ausgegeben werden muss.

Einen Kritikpunkt sehen die Gegner der Gesundheitskarte in den hohen Kosten. Es wird vermutet, dass die Einführung der eGK das Gesundheitssystem knapp 14 Millionen Euro kostet. Hauptverdiener an diesem Projekt sind vermutlich die Hersteller der Karten und der speziell angefertigten Kartenlesegeräte.

[ilink url=“http://www.e-health-com.eu/details-news/egk-gematik-erteilt-zuschlag-fuer-neue-kartengeneration/d0b9cb58a2a25f3b219e6b484752d16a/“] Link zur Quelle (E-Health-com)[/ilink]