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Nach der aktuellen Gehaltsumfrage der Jobbörse Stepstone zählen Ärzte und Bänker zu den absoluten Topverdienern in Deutschland. In der Umfrage wurden im August insgesamt 50.000 Fach- und Führungskräfte in Vollzeit zu ihrem Gehalt befragt.

Mit variablen Bezügen erhalten berufserfahrene Ärzte im Durchschnitt ein Bruttojahresgehalt in Höhe von 89.000 Euro. Sie liegen damit auf Platz eins der Jahresgehälter. Ohne variablen Vergütungsanteil beläuft sich das Durchschnittsgehalt auf 76.795 Euro (Männer) und 56.619 Euro (Frauen). Das Bundesland, in denen Ärzte am meisten verdienen, ist Baden-Württemberg. Aber auch in Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Bayern und Berlin lässt sich als Arzt gutes Geld verdienen.

Zudem zeigt sich bei Ärzten ein starkes Wachstum des Gehalts mit zunehmender Berufserfahrung. In keiner anderen Branche sind die Einkommenszuwächse so stark. Bereits nach 6 Jahren im Berufsleben liegt das Gehalt 55 Prozent über dem Einstiegsgehalt. Bei mehr als 10 Jahren Berufserfahrung kann von einer Verdopplung des Einstiegsgehalts ausgegangen werden.

Mit weitem Abstand folgen Fach- und Führungskräfte aus der Pharma- (59.000 €) und Bankenbranche (58.000 €). Doch nicht nur die Wahl der Branche und des Schul-/Studienabschlusses beeinflussen die Höhe des Jahresgehalts, sondern auch der Wohnort. So verdienen die Einwohner in Hessen im Durchschnitt 50 Prozent mehr als Personen, die ihren Wohnsitz in Mecklenburg-Vorpommern haben.

Kommentar: Nach einer aktuellen Berechnung des Statistischen Bundesamtes ist der Rein-Ertrag je niedergelassenem Arzt zwischen 2007 und 2011 um 21 Prozent gestiegen. Nach Abzug der der Personal- und Sachkosten bleiben somit jedem Arzt 13.833 Euro pro Monat übrig. Davon zu zahlen sind noch Alters- und Krankenversicherung sowie die Steuer. In den beobachteten Jahren konnte fast jede Arztgruppe von den Erhöhungen profitieren. Besonders Augenärzte konnten ihr Einkommen um 35 Prozent steigern. Schlusslicht mit 11.500 Euro pro Monatseinkommen sind die Allgemeinmediziner. Hier konnten kaum Einkommensteigerungen festgestellt werden.

Dabei gewinnt das Einkommen, das mit Privatpatienten erzielt wird, immer mehr an Bedeutung. Während 2003 die Niedergelassenen ihre Einnahmen zu 75 Prozent mit Kassenpatienten erzielten, waren es 2011 nur noch 68,7 Prozent.

[ilink url=“http://www.stepstone.de/gehaltsreport/“] Link zur Quelle (StepStone)[/ilink]