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Im Rahmen der Hauptversammlung hat die Optikerkette Fielmann das Vorhaben geäußert, künftig verstärkt im Markt für Hörgerate aktiv zu werden. In diesem Markt sieht das Hamburger Unternehmen, das derzeit  74 Hörgeräteabteilungen betreibt, große Wachstumschacen. Bis Ende des Jahres will Fielmann bis auf 90 Abteilungen aufstocken, mittelfristig sogar auf 200. 

Der Umsatz der Branche liege laut Fielmann in Deutschland derzeit bei 1,3 Mrd. Euro. 6,4 Millionen Menschen bräuchten in Deutschland ein Hörgerät, nur 2,5 Millionen benutzten aber eines. „Über immer kleinere, praktisch unsichtbare Systeme wird sich die Anzahl der Hörgerätebenutzer in den nächsten Jahren deutlich erhöhen“, schätzt Fielmann.

Derweil will der deutsche Branchenprimus sein Stammgeschäft durch neue Filialen ausbauen und dazu neben herkömmlichen Brillen auch Sonnen- und Gleitsichtbrillen und Kontaktlinsen anbieten. Im ersten Halbjahr des Jahres war Fielmann trotz Absatzrückgänge in der Branche erfolgreich:

  • Der Konzernerlös ist um fünf Prozent auf 551 Mio- Euro gestiegen,
  • Der Gewinn vor Steuern (EBIT) hat um 3 Prozent auf 89 Mio. Euro zugelegt
  • In 665 Filialen hat das Unternehmen zwischen Januar und Juni 3,5 Millionen Brillen verkauft (+ 200.000)
Kommentar: Aus Sicht von Fielmann dient die angestrebte Diversifizierung in einen neuen Hilfsmittelmarkt der Risikostreuung und der Erschließung neuer Umsatzpotentiale. Angesichts der Absatzprobleme der gesamten Optiker-Branche und der von Fielmann beschriebenen Versorgungslücke im Hörgeratemarkt scheint dieser Schritt sinnvoll. 

Trotz des prognostizierten Wachstums des Hörgeratmarktes, gibt es auch einige begrenzende Faktoren für Fielmann: Einer dieser Faktoren liegt in der äußerst starken Marktkonsolidierung des Hörgerätemarkts. Starkey, GN ReSound, Willam Demant Holding, Sonova Holding und Siemens haben sich zu den fünf marktbeherrschenden Unternehmen entwickelt. 

[ilink url=“http://www.handelsblatt.com/unternehmen/handel-dienstleister/hauptversammlung-der-optikerkette-fielmann-startet-hoer-offensive/6837176.htm“] Link zur Quelle (Handelsblatt)[/ilink]