Seite auswählen

Der Gesundheitskonzern Fresenius (Konzernumsatz 2012: 19,3 Mrd. Euro) hat seine verlustreiche Biotech-Sparte an die israelische Unternehmerfamilie Fuhrer verkauft. Zur Familie gehört Neopharm, das zweitgrößte israelische Pharma-Unternehmen. Über den Kaufpreis ist Stillschweigen vereinbart worden.

Bereits Ende vergangenen Jahres hatte Fresenius-Chef Ulf Schneider angekündigt, die Biotech-Sparte verkaufen zu wollen. Damals wurden noch zwei Varianten geprüft: Entweder der komplette Verkauf oder ein Teilverkauf. Der jetzige Komplettverkauf umfasst beide Produkte, den Antikörper Removab und das Mittel ATG-Fresenius S, ein Medikament gegen Abstoßungsreaktionen bei Organ-Transplantationen,

Fresenius Biotech (150 Mitarbeiter) kam 2012 auf Umsätze von 34,9 Mio. Euro, dabei fiel ein Verlust vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 26 Mio. Euro an. Für das laufende Jahr hatte Fresenius-Chef Ulf Schneider einen EBIT-Verlust von rund 15 Mio. Euro für die in München ansässige Tochter in Aussicht gestellt.

Ulf Schneider: „Der Verkauf unterstreicht die klare Ausrichtung auf unsere Kerngeschäfte.“ Künftig sollen die großen Sparten Fresenius Medical Care (Dialyse), Kabi (medizinische Nahrung), Helios (Krankenhäuser) und Vamed (Krankenhausdienstleistungen) für weiteres Wachstum sorgen.

[ilink url=“http://www.handelsblatt.com/unternehmen/handel-dienstleister/defizitaere-sparte-fresenius-verkauft-biotechsparte-nach-israel/8421092.html“] Link zur Quelle (Handelsblatt.com)[/ilink]