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Der Medizinkonzern Fresenius will seine verlustreichen Biotech-Tochter verkaufen. Man führe derzeit Gespräche mit mehreren Interessenten über einen Verkauf des Geschäfts, teilte der Konzern in Bad Homburg mit.

Für das Gesamtjahr 2012 erwartet die 2003 gegründete Fresenius Biotech einen Verlust vor Zinsen und Steuern von rund 25 Mio. Euro. Das auf neuartige biotechnologische Pharmazeutika spezialisierte Unternehmen hat rund 180 Mitarbeiter. Möglich sei auch eine Teilfortführung mit dem profitablen Immunmittel ATG-Fresenius S, hieß es. Dieses Geschäft sei schon lange profitabel, mit einer zweistelligen Ebit-Marge, so ein Sprecher des Unternehmens. Fresenius Biotech erzielte in den ersten neun Monaten 2012 einen Umsatz von insgesamt 26 Mio. Euro, davon entfielen 22,5 Mio. Euro auf ATG-Fresenius S.

Die geplante Trennung von dem im Vergleich zu anderen Konzernsparten kleinen Biotechnologiegeschäft kommt nicht unerwartet. Fresenius-Chef Ulf Schneider hatte mehrfach betont, dass sich der Konzern auf die vier Kerngeschäftsfelder – Fresenius Medical Care, Fresenius Kabi, Fresenius Helios und Fresenius Vamed – konzentrieren will, weil er hier weltweit die größten Wachstumschancen sieht.

[ilink url=“http://www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/0,2828,872910,00.html“] Link zur Quelle (Manager Magazin)[/ilink]