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Der Gemeinsame Bundesauschuss (G-BA) hat im Rahmen der Diskussion um die frühe Nutzenbewertung eine erste Bilanz gezogen und behauptet: Das deutsche Verfahren liege insgesamt „deutlich im positiven Bereich“. Auf Seiten der Pharmaindustrie wird diese Einschätzung hingegen nicht geteilt. Der Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie (BPI) kritisiert derweil die große Stimmenazahl des GKV-Spitzenverband im G-BA.

Bislang seien 25 Verfahren der frühen Nutzenbewertung fristgerecht abgeschlossen. Bei 64 Prozent der Wirkstoffe konnte – gemessen an der bisherigen Standardversorgung der gesetzlichen Krankenversicherung – ein positiver Zusatznutzen („gering“, „beträchtlich“ oder „nicht quantifizierbar“) festgestellt werden, heißt es vom G-BA.

Aus Sicht des Unparteiischen ist der Vorwurf von Unternehmen und Interessenvertretern der pharmazeutischen Industrie „haltlos“, die Bewertungen des G-BA verzögerten oder verhinderten in Deutschland die Versorgung von Patienten mit innovativen Präparaten. Sinn und Zweck der frühen Nutzenbewertung sei es, echte Innovationen von Scheininnovationen systematisch zu trennen und bei tatsächlichen Neuerungen dafür zu sorgen, dass anschließend eine faire und für alle Seiten vertretbare Preisbildung erfolge.  

[ilink url=“http://www.hcm-magazin.de/fruehe-nutzenbewertung-positive-zwischenbilanz/150/2375/177902/“] Link zur Quelle (HCM-Magazin.de)[/ilink]