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Durch die Fusion der DAK und der BKK Gesundheit zur DAK Gesundheit entsteht die drittgrößte Krankenkasse in Deutschland. Beide Krankenkassen haben in den letzten Jahren viele Versicherte verloren, beide verlangen einen Zusatzbeitrag von den Versicherten und bei beiden gab es immer wieder Gerüchte über größere finanzielle Probleme.

Für die Leistungserbringer wird in den nächsten Monaten deutlich werden, dass für die Krankenkassen aus Minus mal Minus doch Plus werden kann: Beide Krankenkassen haben durch die Fusion die Nachfragemacht ausgeweitet. Sie können aus dem Vertragsbestand den jeweils für die neue Krankenkasse günstigsten Vertrag auswählen und die Inhalte umsetzen. Damit wird es für die Leistungserbringer einen Preisrückgang bei einer durch die Fusion größer gewordenen Zielgruppe geben.

Nahezu jede Fusion von Krankenkassen stellt für die Leistungserbringer einen automatischen Preisrückgang dar. Aus zwei Verträgen wird der für den Leistungserbringer „schlechtere“ ausgewählt. Selbst ohne neue Vertragsabschlüsse ergeben sich durch Krankenkassenfusionen somit Margenverschlechterungen für die Leistungserbringer. Auch wenn dies nicht bei jedem Vertrag direkt nach der Fusion möglich ist, wird dies faktisch mit der Neuauflage des Vertrages bei der neu entstandenen Krankenkasse umgesetzt.