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Insulinanaloga zur Behandlung des Diabetes mellitus können künftig wieder ohne Ausnahme zu Lasten der gesetzlichen Krankenversicherung verordnet werden. Nach einem Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) vom 21. Februar 2013 soll es künftig gemeinsame Festbetragsgruppen für Humaninsuline und moderne Insuline (so genannte Insulinanaloga) geben.

„Sämtliche in Deutschland verfügbaren Insuline sind damit wieder zu Lasten der gesetzlichen Krankenversicherung verordnungsfähig“, sagte der unparteiische GBA-Vorsitzende Josef Hecken in Berlin.

Bisher bestanden bei Typ-2-Diabetikern sowohl für kurzwirksame als auch für langwirksame Insulinanaloga zahlreiche Verordnungsbeschränkungen. Diese speziellen Beschlüsse werden nun von den Erstattungsobergrenzen abgelöst. Der GBA hat je eine Festbetragsgruppe für schnell wirkende Insuline, intermediär und lang wirkende Insuline sowie für Mischinsuline gebildet – jeweils gemeinsam für Analoga und Humaninsulin. Ausgenommen sind laut GBA allerdings Insulinpräparate in Durchstechflaschen, die für die Pumpentherapie zugelassen sind.

Kritik kam allerdings von den Herstellern: „Mit seiner Entscheidung erkennt der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) die in klinischen Studien nachgewiesenen patientenrelevanten Vorteile von modernen Insulinen gegenüber Humaninsulin erneut nicht an“, sagt Camilla Sylvest, Geschäftsführerin von Novo Nordisk. „Etwa eine Million Menschen mit Diabetes in Deutschland profitieren täglich von dem optimierten Wirkprofil, der verbesserten Sicherheit und der einfacheren Handhabung moderner Insulintherapien. Gemeinsame Festbetragsgruppen für moderne Insuline und Humaninsuline werden diesen Vorteilen nicht gerecht“, so Sylvest.

[ilink url=“http://www.aerztezeitung.de/politik_gesellschaft/arzneimittelpolitik/article/834096/festbetraege-gba-packt-insuline-zusammen.html“] Link zur Quelle (Ärzte Zeitung)[/ilink]