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Die Generikabranche steht Branchenkreisen zufolge unmittelbar vor einer weiteren Übernahme: Der US-Generikahersteller Watson will morgen eine Vereinbarung zur milliardenschweren Übernahme des Schweizer Rivalen Actavis bekanntgeben. Der Kaufpreis für das hochverschuldete Schweizer Unternehmen liege Insidern zufolge bei rund 4,25 Mrd. Euro, ein Großteil davon sei die Übernahme der Schulden. Ein Abschluss der Verhandlungen bis Ende April sei realistisch.

Watson will sich mit der Übernahme besser im Wettbewerb mit den beiden Top-Firmen der Branche, dem israelischen Konzern Teva und der Novartis-Tochter Sandoz, positionieren. Schon seit einigen Jahren findet vor dem Hintergrund der steigenden Kosten in den westlichen Gesundheitssystemen ein Konzentrationsprozess unter den Generikaherstellern statt, die auf diesem Wege Größenvorteile gewinnen wollen. 2009 hatte der US-Konzern bereits die Arrow Group für rund 1,8 Mrd. Dollar übernommen. Damit fasste Watson stärker im europäischen Markt Fuß. Davor hatte Watson bereits 2006 für 1,9 Mrd. Dollar den Rivalen Andrx geschluckt.

[ilink url=“http://de.reuters.com/article/companiesNews/idDEBEE83N00B20120424″] Link zur Quelle (Reuters Deutschland)[/ilink]