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Immer mehr europäische Unternehmen der Gesundheitsbranche nutzen die Möglichkeit der Kapitalbeschaffung an der Börse. Doch deren Erfolgsaussichten haben sich infolge sinkender Einnahmen verschlechtert. 

Ein Blick auf die Börsengänge der letzten beide Jahre macht dies deutlich: Im Jahr 2011 gingen 430 europäische Gesundheitsunternehmen an die Börse, 21 davon kamen aus dem Gesundheitswesen. Die Tendenz ist deutlich steigend. Im Vergleich mit dem Börsenjahr 2010 hat sich diese Zahl mehr als vervierfacht, damals waren es nur fünf. Bezogen auf die Einnahmesituation zeigt sich jedoch ein völlig anderes Bild: Erwirtschafteten die fünf börsennotierten Unternehmen 2010 noch kumuliert 284 Mio. Euro, brachten es die 21 im Jahr 2011 auf gerade einmal 94 Mio. Euro.

[ilink url=“http://www.deutsche-gesundheits-nachrichten.de/2012/03/30/gesundheitsunternehmen-suchen-verstarkt-kapital-an-der-borse/“] Link zur Quelle (Deutsche Gesundheitsnachrichten)[/ilink]

Kommentar: Vielen Unternehmen der Gesundheitsbranche stellt sich die Frage, wie sie ihr Wachstum– sei es in Forschung und Entwicklung, in der Produktion oder im Vertrieb – finanzieren können. Hierbei ist außerbörsliches Beteiligungskapital („Private Equity“) von institutionellen oder privaten Anlegern nicht immer einfach bzw. häufig nur mit einer bestimmten Unternehmensbewertung zu gewinnen.

Die vergangenen beiden Jahre haben gezeigt, dass hierbei die Börse eine Finanzierungsmöglichkeit für Unternehmen bietet, die keine andere Möglichkeit mehr zur schnellen Kapitalbeschaffung sehen. Dabei ist der Börsengang regelmäßig mit einer Kapitalerhöhung und folglich neuem Kapital für das Unternehmen verbunden, welches wiederum neue Möglichkeiten für das weitere Wachstum, die Expansion in neue Märkte und den nachhaltigen Erfolg des Unternehmens eröffnet.

Dennoch bleibt die Kapitalbeschaffung an der Börse unter Berücksichtigung der jeweiligen Marktsituation  – hervorgerufen durch bspw. Währungsschwankungen, steigende Rohstoffpreise, einer sich ausbreitenden Schuldenkrise in Europa und dem daraus resultierenden Anlegerverhalten  – eine Form der Risikofinanzierung.