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Angesichts der in 2014 zur erwartenden Mindereinnahmen der GKV in 2014 hat der deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) einen umfassenden Umbau der Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung gefordert.

„Die Finanzierungsgrundlagen müssen nach der Bundestagswahl solide und solidarisch reformiert werden“, sagte Annelie Buntenbach, DGB-Vorstandsmitglied, am Freitag in Berlin.

Konkret schlägt der Gewerkschaftsbund ein Stufenmodell vor: Das sieht ab 2014 eine Absenkung des Beitragssatzes um 0,3 Prozentpunkte auf 15,2 Prozent vor. Die Beiträge von Arbeitnehmern und Arbeitgebern sollen schrittweise angeglichen werden. Ab 2015 sollen die Beiträge dann wieder paritätisch finanziert werden. Für Arbeitnehmer (derzeit: 8,2)und Arbeitgeber läge der Beitragssatz (derzeit: 7,3) dann jeweils bei 7,6 Prozent.

Laut DGB-Modell soll zudem die Finanzierung der Krankenversicherung auf eine breitere Basis gestellt werden. Dazu soll die Beitragsbemessungsgrenze ab 2014 schrittweise von derzeit etwa 3937 Euro auf 5800 Euro im Monat erhöht werden. Eine Reduzierung der Kassenausgaben soll durch die Senkung des Mehrwertsteuersatzes auf verschreibungspflichtige Arzneien (7 statt 19 Prozent auf Arzneimittel) erreicht werden.

Hintergrund: Krankenkassen rechnen für 2014 mit einem Minus von zehn Milliarden Euro im Fonds. Diese Summe setzt sich unter anderem aus einer Kürzung der Bundesbeteiligung von sechs Milliarden Euro, aus dem Auslaufen des Arzneimittelpaketes mit 1,7 Milliarden Euro und aus dem Wegfall der Praxisgebühr mit 1,8 Milliarden Euro zusammen. Zudem ist von einem weiteren Ausgabenanstieg der Kassen von etwa fünf Prozent pro Jahr auszugehen.

[ilink url=“http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=nachrichten&type=0&no_cache=1&Nachricht_ID=47199&Nachricht_Title=Nachrichten_Gewerkschaften%3A+7+statt+19+Prozent+auf+Arzneimittel“] Link zur Quelle (Pharmazeutische Zeitung)[/ilink]