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Trotz ihrer gewaltigen Finanzreserven fordern die gesetzlichen Krankenkassen, laut einem aktuellen Pressebericht der Süddeutschen Zeitung, zusätzliche Milliarden aus dem Gesundheitsfonds. Demzufolge lägen die Forderungen etwa zwei Milliarden Euro über den Ansätzen von Bundes­regierung und Bundesversicherungsamt.

Am Mittwoch beginnen die Verhandlungen des Schätzerkreises in Bonn. Eine Einigung scheint derzeit nur schwer möglich, schließlich rechnet der GKV-Schätzerkreis auch für 2014 mit einem Plus. Für das folgende Jahr rechnen die Experten vom Bundesversicherungsamt (BVA), Gesundheitsministerium (BMG) und GKV mit Einnahmen in Höhe von 202,2 Mrd. Euro. Bei den Ausgaben gehen aber die Meingungen um 1,5 Mrd. Euro auseinander.

Unterdessen wiesen Union und SPD die Forderung der Kassen zurück.

Kommentar: Die Mitglieder der gesetzlichen Krankenkassen und deren Arbeitgeber zahlen Beiträge in den sogenannten Gesundheitsfonds ein, außerdem schießt der Bund Geld zu. Mit dem Steuerzuschuss sollen die versicherungsfremden Leistungen abgegolten werden, die die Krankenkassen übernehmen.

Dieser Beitrag wurde allerdings in diesem Jahr bereits vom Finanzminister Schäuble um 2,5 Mrd. auf 11,5 Mrd. Euro gekürzt. Denkbar sei aufgrund des Wahlversprechens der CDU, keine Steuern zu erhöhen, den Bundeshaushalt dadurch zu entlasten, das der Steurzuschuss zum Gesundheitsfonds weiter gekürzt wird. Die Rede ist von einer Kürzung von bis zu 5 Milliarden Euro. 

[ilink url=“http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/56107/Zeitung-Kassen-fordern-zusaetzliche-Milliarden-aus-Gesundheitsfonds“] Link zur Quelle (Ärzteblatt.de)[/ilink]