Seite auswählen

Unter dem Motto „14 Positionen für 2014“ stellte der GKV-Spitzenverband seine Forderungen für eine Krankenhausreform in 2014 vor. So sei die Neuausrichtung der Krankenhausversorgung eine der zentralen Herausforderungen für eine neue Bundesregierung. Denn der Versicherte würde derzeit nicht mehr im Mittelpunkt der Versorgung stehen. „Stattdessen wird die Krankenhausgesetzgebung von arbeitsmarkt-, industrie- und standespolitischen Einzelinteressen dominiert“, sagte Johann-Magnus v. Stackelberg, stv. Vorsitzende des GKV-Spitzenverbandes.

Neben der Hauptforderung sich mit der Versorgung auf den Patienten zu konzentrieren, da die Krankenhausversorgung zunehmend als Vehikel für eine lokale Wirtschaftsförderung genutzt wird und somit Überkapazitäten, überhöhte Preise und Mangel an Qualitätsorientierung entsteht, wünscht sich der GKV die Krankenhausfinanzierung neu zu ordnen. Besonders der Kontrahierungszwang sei kritisch zu sehen, da nicht alle Krankenhäuser bedarfsnotwendig sind und eine qualitativ sehr unterschiedliche Leistung bieten. Die Vertreter der GKVen fordern daher eine Strukturbereinigung und ziehen einen Vergleich mit den Niederlanden. Sie seien in etwa mit ihrer Größe und Einwohnerzahl mit Nordrhein-Westfalen vergleichbar, würden aber nur ein Drittel der Krankenhäuser benötigen (NL: 132 Krankenhäuser ; NRW: 401 Krankenhäuser).

Die vollständige Forderungsliste kann unter folgenden Link oder in unserer Informationsbox aufgerufen werden: 14 Positionen für 2014

[toggle title_closed=“Vollständige Darstellung der Forderungen“ hide=“yes“ border=“yes“ style=“white“ excerpt_length=“0″ read_more_text=“Mehr anzeigen“ read_less_text=“Weniger anzeigen“ include_excerpt_html=“no“]1. Krankenhausversorgung auf den Versicherten ausrichten
2. Krankenhausfinanzierung und -planung neu ordnen
3. Strukturbereinigung einleiten
4. Durch Direktverträge Qualitätsanreize setzen
5. DRG-Erfolgsgeschichte fortschreiben
6. Preisentwicklung fair gestalten
7. Verhandlungen auf Landesebene stärken
8. Überhitzte Mengenentwicklung stoppen
9. Ambulante Krankenhausleistungen bedarfsorientiert gestalten
10. Fehlerhafte Abrechnungen reduzieren
11. Qualität transparent weiterentwickeln
12. Qualitätsorientierte Vergütung ermöglichen
13. Psychiatrie-Vergütungsreform vorantreiben
14. Nutzen von Innovationen ermitteln[/toggle]

Kommentar: Allein dieses Jahr haben sich bereits alle großen Parteien zu einer Strukturreform des deutschen Krankenhaussektors bekannt. Da es mit 76,8 Mrd. Euro Ausgabenvolumen in 2011 der größte Kostenblock des gesamten Gesundheitssystems ist, versprechen sich die Politiker schon durch geringe prozentuale Einsparungen die Beitragszahler absolut um mehrere Milliarden Euro entlasten zu können. Die Wirtschaftlichkeitsreserven wurden jedoch bereits zum großen Teil gehoben. Deutschland liegt international gesehen bei den Ausgaben für stationäre Behandlungen im Mittelfeld und unterbietet viele andere westeuropäische Staaten. Bei der Inanspruchnahme von stationären Dienstleistungen wird Deutschland jedoch seinem Ruf gerecht. In kaum einem anderen Land wird so viel operiert wie hier.

[ilink url=“http://www.gkv-spitzenverband.de/presse/pressemitteilungen_und_statements/pressemitteilung_82496.jsp“] Link zur Quelle (GKV-Spitzenverband)[/ilink]