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Im Rahmen der DAK-Veranstaltung „Mit innovativen Modellen die Zukunft der Versorgung gestalten“ haben sich DAK-Vorstandschef Herbert Rebscher und Gesundheitsökonom Günter Neubauer zu der Verteilungspolitik der GKV-Überschüsse geäußert.

Professor Günter Neubauer, Direktor des Instituts für Gesundheitsökonomik (IfG), plädiert für eine Investition der Überschüsse in einen „Innovationsfonds“. Dieser sei aufgrund der fehlenden Innovationskomponente des Gesundheitsfonds eine Chance, neue innovative Versorgungsmodelle zu erproben.

Rebscher kritisierte ebenfalls die Innovationsfeindlichkeit des Gesundheitssystems, lehnte jedoch die Einführung eines Innovationsfonds ab und forderte hingegen eine Rückkehr zur Beitragsautonomie. Auf diese Weise hätten die Kassen wieder Spielraum für Versorgungsinnovationen. Diesbezüglich warnte er vor einer zu sehr technikgetriebenen Diskussion. Vielmehr gehe es um die Bedarfe der Versicherten.

[ilink url=http://www.aerztezeitung.de/politik_gesellschaft/berufspolitik/article/808293/innovationsfonds-umstrittene-idee.html]Link zur Quelle (Ärzte Zeitung)[/ilink]

Kommentar: Mit ihren Standpunkten fügen DAK-Chef Rebscher und Gesundheitsökonom Neubauer der öffentlichen Diskussion um die Verwendung der GKV-Überschüsse einen zentralen Aspekt hinzu. Die Frage der Versorgungsqualität und damit verbunden die der Ausgestaltung innovativer Versorgungsmodelle sollte hinsichtlich der Verteilungspolitik nicht unbeantwortet bleiben. Die derzeitige finanzielle Situation der Kassen bietet eine einmalige Chance, neue Ideen für Kooperationen zwischen Ärzten, Pflegepersonal und anderen an der Versorgung Beteiligten auf eine solide Basis zu stellen.