Seite auswählen

Nach Angaben des Statistischen Bundesamts ist die Zahl der Nichtversicherten in Deutschland um 30 Prozent gesunken. Mit der Einführung der Krankenversicherungspflicht vor vier Jahren durch die damalige Gesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) seien inzwischen nur noch 137.000 Personen ohne Krankenversicherungsschutz.

Jedoch hat diese sozialpolitisch positive Entwicklung auch eine Kehrseite: Die Zahl der Nichtzahler ist infolgedessen erheblich gestiegen. Am häufigsten betroffen sind Selbstständige und Erwerbslose, von denen immer noch 0,8 Prozent (Bundesdurchschnitt: 0,2 Prozent) im Krankheitsfall nicht abgesichert sind.

Der Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenversicherung bestätigte nun gegenüber der Tageszeitung „Der Tagesspiegel“, dass in diesem Jahr der Schuldenstand um 55 Prozent von 1,08 Mrd. Euro im August 2011 auf 1,67 Mrd. Euro im Juni 2012 gestiegen sei.

Kommentar: Auch in der privaten Krankenversicherung (PKV) gibt es das Problem der Nichtzahler. Hier ist es im Verhältnis zur Versichertenzahl noch größer als bei den gesetzlichen Kassen. Nach Verbandsangaben summieren sich die Beitragsschulden in der PKV aktuell auf 550 Mio. Euro. Im Rückstand befinden sich etwa 140.000 Versicherte – das sind etwas mehr als 1,5 Prozent.

[ilink url=“http://www.ftd.de/unternehmen/versicherungen/:gesundheitssystem-versicherungspflicht-kostet-krankenkassen-milliarden/70079215.html#utm_source=rss2&utm_medium=rss_feed&utm_campaign=/unternehmen“] Link zur Quelle (Financial Times Deutschland)[/ilink]