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Bis zur Finanzkrise hatten die Golfstaaten etwa 4 bis 6 Prozent ihres Budgets für das Gesundheitswesen investiert –  weit weniger als Schwellenländer wie Brasilien und China. Nun haben allerdings regionale Regierungen, die von den hohen Ölpreisen profitieren, angekündigt, die Ausgaben vor allem für die soziale Infrastruktur zu erhöhen. Die Notwendigkeit dazu scheint offensichtlich: Die Bevölkerung wird sich in den Golfstaaten bis 2025 verdoppeln. Infolgedessen schätzen Experten, dass die heutigen Ausgaben für die Krankenhausinfrastruktur von 30 Mrd. Dollar nahezu verdoppelt werden müssen.

Dieser Umschwung wird in Saudi-Arabien am deutlichsten sichtbar: Die größte Volkswirtschaft der Region hat im Zuge des arabischen Frühlings den Haushalt im Jahr 2012 um 19 Prozent gesteigert – das Gesundheitswesen legte um 26 Prozent zu. In Zahlen:  86.5 Mrd. Rial betrug 2012 das Budget für das Gesundheitswesen, dies entspricht mit 12,5 Prozent des gesamtes Haushaltes. Konkret hat Saudi-Arabien Hunderte von Projekten mit einem Volumen von 12 Mrd. Rial initiiert, um die Zahl der staatlichen Betten auf 60.000 in den nächsten Jahren zu steigern.

Auch der Oman (1,5 Mrd. Dollar in ein Medizin-Komplex im Norden des Landes) und Abu Dhabi (Anwerben von Know-How im Kliniksektor) wollen in den nächsten Jahren in das Gesundheitswesen investieren.

[ilink url=“http://www.ft.com/intl/cms/s/0/8c82c150-79a4-11e2-9015-00144feabdc0.html#axzz2Lu6hXNFw“] Link zur Quelle (Financial Times)[/ilink]